„Seien Sie Anwalt der Pflegebedürftigen“

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 Das Examen für Altenpfleger sowie den Abschluss der Altenpflegehilfe feierten an der Altenpflegeschule Geisingen insgesamt 27 F
Das Examen für Altenpfleger sowie den Abschluss der Altenpflegehilfe feierten an der Altenpflegeschule Geisingen insgesamt 27 Frauen und Männer die von der Schulleiterin Astrid Schmid und Heimleiter Torsten Fietze verabschiedet wurden. (Foto: Paul Haug)
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Der 30. Kurs für die Ausbildung zum Altenpfleger beim Zweckverband Pflege- und Altersheim ist abgeschlossen. 14 Altenpflegerinnen und Altenpfleger wurden bei einer Feier nach dreijähriger Ausbildung und Theorie und Praxis verabschiedet.

Die Hälfte davon war beim Zweckverband angestellt, die anderen bei anderen Heimen im Landkreis oder bei Pflegediensten. Die Theorie der Ausbildung erfolgt bei der Altenpflegeschule beim Zweckverband, die Praxis sowohl bei den Pflegediensten, im Heim sowie in Krankenhäusern.

Parallel zum 30. Kurs für Altenpflege wurden auch 13 erfolgreiche Absolventen der sogenannten Altenpflegehilfeprüfung verabschiedet, der größte Teil wird man jedoch bei der Altenpflegeschule wieder antreffen, wenn sie noch zwei Ausbildungsjahre dranhängen.

Die Leiterin der Altenpflegeschule Astrid Schmid gratulierte den insgesamt 27 Absolventen – gleich viele wie im Vorjahr – zum Abschluss. Sie betonte in ihrer Ansprache, dass nichts so beständig sei wie der Wechsel. Mit dem Ende der drei- oder einjährigen Ausbildung ende nicht das Lernen, im Gegenteil, gab Schmid zu bedenken. Es gelte, mit den vielen Veränderungen gerade im Bereich der Pflege Schritt zu halten. Die Gefahr bestehe, dass die Pflege als Ware angesehen wird, aufgrund von Personalmangel und Kostendruck verliere man manchmal die Pflege schnell aus den Augen. Pflege ohne Zuwendung sei aber keine Pflege, gute Pflege erfordere Zwischenmenschlichkeit.

„Seien Sie Anwalt der Pflegebedürftigen und seien Sie wachsam, Pflege darf keine Ware werden“ apellierte Astrid Schmid an die Absolventen. Im September nächsten Jahres wird die Ausbildung im Gesundheitsbereich generalistisch. Als Team der Altenpflegeschule stellen wir uns den Herausforderungen der Veränderung der Ausbildung versicherte die Leiterin.

Sie dankte der Heimleitung aber auch allen Kooperationspartnern sowie Praxisanleitern für die Unterstützung. Heimleiter Torsten Fietze ging auf die beengten Räumlichkeiten der Feier im Gymnastikraum ein, da der Festsaal wegen Brandschutz gesperrt ist. Er gab der Hoffnung Ausdruck, im Zuge der geplanten baulichen Veränderungen einen geeigneten Ersatzraum zu erhalten.

„Pflege ist ein Mangelberuf“

„Pflege ist ein Mangelberuf“, so der Heimleiter des mit über 300 Betten eines der größten Pflege- und Altersheime der Region. Er äußerte die Bitte an die Absolventen, das gelernte Engagement an die Pflegenden weiterzugeben.

Bei der Abschlussfeier wurden noch zwei Dozenten verabschiedet, der Blumberger Arzt Michael Walter sowie die aus Tuttlingen stammende Renate Engels erhielten von Astrid Schmid ein Präsent.

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