Neue Heimat für eine Madonna

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 Montagsmänner mit Madonna: Der verfaulte Baumstamm am Donauradweg, der von den Montagsmännern vor zehn Jahren aufgestellt wurde
Montagsmänner mit Madonna: Der verfaulte Baumstamm am Donauradweg, der von den Montagsmännern vor zehn Jahren aufgestellt wurde, ist nunmehr durch einen großen Basaltfindling ersetzt worden. Unser Bild zeigt den neuen Platz für die Madonna mit den Montagsmännern Richard Doll, Helmut Biehler, Hubert Kreuzer und Rolf Sonntag (von links). (Foto: Paul Haug)

Zehn Jahre hat der Baumstamm gehalten, nun wurde er durch einen Basaltfindling ersetzt. Gemeint ist das Bildstöckle am Donauradweg oberhalb der Geisinger Mühle. Er ist nun die neue Heimat für eine Madonna.

Vor einem Jahrzehnt erhielten die Montagsmänner von Geisingen eine Madonna geschenkt, und sie überlegten sich damals, wo sie diese aufstellen. In Gutmadingen wurde seinerzeit eine schöne Trauftanne gefällt, die geschält, angestrichen und ausgehöhlt wurde. Dort fand die Madonna einen Platz, eingefasst wurde das Blumenbeet davor mit Basaltsteinen, die es ja im Nordosten vom Wartenberg in großen Mengen gibt.

Nach zehn Jahren war der Baumstamm faul. Landwirt Karl-Willi Schmid hat auf Äckern am Nordosthang des Wartenbergs einen großen Findling ausgegraben. Mit solchen Steinen wurden in früheren Jahrhunderten Stadtmauern oder Häuser gebaut. Dieser große Findling gefiel auch den Montagsmännern als neue Heimat für die Madonna. Doch von Hand aus einem Basalt eine Öffnung heraus zu meißeln, ist eine schweißtreibende und kaum durchführbare Aktion. Da es in Geisingen die Firma Rolf Haberer gibt, die sich darauf spezialisiert hat, die härtesten Baumaterialien zu zersägen, wurde man bei ihr fündig.

Haberer hat in den Basaltstein eine neue Nische für die Madonna gesägt, nunmehr wurde der Findling beim Radweg aufgestellt, und die Madonna hat einen neuen Platz. Davor ist ein Teil des Steines mit einer Tafel versehen worden, auf der steht: „Vulkanstein vom Wartenberg – wie viel Schönheit empfängt das Herz durch die Augen“. Natürlich war für das Aufstellen des Steins und auch für die Gestaltung des Platzes maschinelle Hilfe mit einem Radlader erforderlich. Die Heimat für die Madonna ist für die Ewigkeit, der Platz davor wird von den Montagsmännern aber im Laufe des Jahres immer wieder neu mit Blumen bepflanzt und diese werden auch laufend gegossen und gepflegt.

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