Rauschgift im Kofferraum: Vor dem Amtsgericht Rottweil ging es erneut um eine Drogenbande aus Geisingen und ihre Kontakte zur M
Rauschgift im Kofferraum: Vor dem Amtsgericht Rottweil ging es erneut um eine Drogenbande aus Geisingen und ihre Kontakte zur Mafia. (Foto: Carsten Rehder/dpa)

Nothilfe am Landgericht:

Der Drogenprozess im Zusammenhang mit dem Fall Geisingen wird von der „1. Großen Hilfsstrafkammer“ verhandelt. Diese Konstruktion ist in der langen Geschichte der Rottweiler Justiz ziemlich einzigartig und der puren Not geschuldet: Weil der gleichzeitig stattfindende umfangreiche Drogenprozess um eine angeblich bewaffnete Bande extrem viel Kapazität bindet, kam es im Landgericht zu einem ungewöhnlichen Personal-Notstandnot.

Das auch deshalb, weil weitere Prozesse drängten: Werden Prozesse nicht rechtzeitig durchgeführt, müssten manche Angeklagte auch ohne Prozess wieder freigelassen werden, da sie ein Urteil rein rechtlich nur sechs Monate in Haft sein dürfen.

So wurde die 1. Große Hilfsstrafkammer“ gebildet, die unter anderem dadurch geprägt ist, dass der Direktor des Amtsgerichts Oberndorf. Wolfgang Heuer, vorübergehend in Rottweil aushelfen muss.

Vorsitzender der „Hilfskammer“ ist der noch wenig erfahrene Richter Patrick Pommereinke, der derzeit somit an drei parallel laufenden Prozessen beteiligt ist.

Dazu zählt auch das am heutigen Montag beginnende Verfahren gegen drei Angeklagte um versuchte Tötung in Tuttlingen. Die Tat geschah am 9. August 2019, was bedeutet, dass die Frist wegen der U-Haft gerade noch eingehalten werden kann. Karlheinz Münzer kann nur deshalb den Vorsitz übernehmen, weil der große Drogenprozess nicht, wie geplant, bis Mai oder noch länger dauert, sondern unerwartet schon morgen mit dem Urteil abgeschlossen werden kann (här)

Steckte oder steckt immer noch die organisierte Kriminalität im Geisinger Drogensumpf? Das ist eine zentrale Frage im Prozess gegen einen mutmaßlichen Drogenhändler aus Augsburg.

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Nothilfe am Landgericht:

Der Drogenprozess im Zusammenhang mit dem Fall Geisingen wird von der „1. Großen Hilfsstrafkammer“ verhandelt. Diese Konstruktion ist in der langen Geschichte der Rottweiler Justiz ziemlich einzigartig und der puren Not geschuldet: Weil der gleichzeitig stattfindende umfangreiche Drogenprozess um eine angeblich bewaffnete Bande extrem viel Kapazität bindet, kam es im Landgericht zu einem ungewöhnlichen Personal-Notstandnot.

Das auch deshalb, weil weitere Prozesse drängten: Werden Prozesse nicht rechtzeitig durchgeführt, müssten manche Angeklagte auch ohne Prozess wieder freigelassen werden, da sie ein Urteil rein rechtlich nur sechs Monate in Haft sein dürfen.

So wurde die 1. Große Hilfsstrafkammer“ gebildet, die unter anderem dadurch geprägt ist, dass der Direktor des Amtsgerichts Oberndorf. Wolfgang Heuer, vorübergehend in Rottweil aushelfen muss.

Vorsitzender der „Hilfskammer“ ist der noch wenig erfahrene Richter Patrick Pommereinke, der derzeit somit an drei parallel laufenden Prozessen beteiligt ist.

Dazu zählt auch das am heutigen Montag beginnende Verfahren gegen drei Angeklagte um versuchte Tötung in Tuttlingen. Die Tat geschah am 9. August 2019, was bedeutet, dass die Frist wegen der U-Haft gerade noch eingehalten werden kann. Karlheinz Münzer kann nur deshalb den Vorsitz übernehmen, weil der große Drogenprozess nicht, wie geplant, bis Mai oder noch länger dauert, sondern unerwartet schon morgen mit dem Urteil abgeschlossen werden kann (här)

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