Donaucafé und Tagespflege der Sozialstation in Geisingen sind geschlossen, die häusliche Pflege läuft wie bisher, wenn auch im
Donaucafé und Tagespflege der Sozialstation in Geisingen sind geschlossen, die häusliche Pflege läuft wie bisher, wenn auch im Krisenmodus. (Foto: Paul Haug)
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Die Sozialstation St. Beatrix ist wie der gesamte Gesundheitsbereich im Corona-Modus. Das Café ist geschlossen, die Tagespflege ist geschlossen, der normale Betrieb läuft aber weiter. Geschäftsführerin Renate Wittenberg und das Mitarbeiterteam haben viele Abläufe umgestellt. Ziel ist es, so Wittenberg, die bisher betreuten Menschen im Einzugsgebiet nach wie vor zu versorgen.

Die Mitarbeiter im Bereich der häuslichen Pflege sind wie bisher im Einsatz. Nur die Abläufe haben sich geändert. Der Arbeitsbeginn wurde für jeden Mitarbeiter geändert, es dürfe nie mehr als eine Person aus dem Bereich der Pflege in der Sozialstation sein. Sei es beim Arbeitsbeginn oder bei der Rückkehr von Patienten. Sie müssen anrufen und so lange im Auto warten, bis niemand mehr in der Station ist, ehe sie hineingehen.

Lenkrad, Schalthebel, Türgriffe werden desinfiziert. Desinfektionsmittel ist noch vorhanden, es wurde nachbestellt und auch eine Lieferung zugesagt. Das gleiche gilt für Schutzkleidung, Handschuhe und Mundschutz. Not macht erfinderisch: „Wir haben einige Näherinnen gefunden und Mundschutz selbst hergestellt.“ Denn das Pflegepersonal ist in der ambulanten Pflege gleich gefährdet wie Klinikpersonal. Patienten wie auch Beschäftigte müssen Mundschutz tragen. Bislang haben Angehörige in nur einem Fall auf den täglichen Besuch des Pflegepersonals verzichtet.

Gerade jetzt sei es wichtig, Pflege solange wie möglich zuhause anzubieten. Probleme bereiten den ambulanten Pflegediensten die Tatsachen, dass Kliniken Patienten entlassen, die noch nicht austherapiert sind, um für mögliche Aufnahmen von Corona-Patienten in den Kliniken Platz zu haben. „Dies stellt das Personal vor besondere Herausforderung“, so Wittenberg.

Die Tagespflege wurde in der vergangenen Woche geschlossen. Dort wurden bis zu 20 betagte Menschen aus den Regionen Emmingen-Liptingen, Immendingen und Geisingen betreut. Insgesamt sind 40 Menschen für die Tagespflege angemeldet, manche kommen jeden Tag, andere nur einen Tag in der Woche. Viele dieser Gäste der Tagespflege haben niemand zu Hause, oder die Angehörigen müssen arbeiten. Für Kinder wurden Notfallbetreuungen eingerichtet, für Senioren ist so etwas auf Kreisebene derzeit in Planung, allerdings mit nur wenigen Plätzen und strengen Auswahlkriterien.

Die durch die Schließung der Tagespflege freigesetzten Mitarbeiter sind nun bei den Senioren, die alleine zu Hause sind. Der Vereinsamung der betreuten Senioren soll auf diese Weise entgegengewirkt werden, so die Geschäftsführerin. Nach wie vor betreut und besucht werden die Bewohner der Wohnungen des Betreuten Wohnens in der Sozialstation. Auch dies sei wichtig, weil aufgrund der derzeitigen Situation der Besuch von Angehörigen stark reduziert ist.

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