Großes Stühlerücken im Geisinger Gemeinderat

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 Der neu konstituierte Geisinger Gemeinderat: Mit Hendrik Ball, Fabian Setz, Achim Speck und Norbert Weber (CDU), Romina Frank,
Der neu konstituierte Geisinger Gemeinderat: Mit Hendrik Ball, Fabian Setz, Achim Speck und Norbert Weber (CDU), Romina Frank, Jürgen Keller, Nathalie Seilnacht und Thomas Tritschler (FW/FDP), Martin Bertsche, Matthias Huber und Dieter Popp (SPD) sowie Claudia Buschli, Stefan Kramer und Karl Mang (Aktive Bürger) rücken 14 Mandatsträger erstmals an den Ratstisch. (Foto: Thomas Schröter)
tom

Bei seiner jüngsten Sitzung ist das Geisinger Stadtparlament letztmals in alter Besetzung zusammengekommen, bevor sich der neu gewählte Gemeinderat konstituierte und die neuen und wiedergewählten Stadträte von Paul Haug, dem „Alterspräsidenten“ des Gremiums, auf ihr kommunales Ehrenamt verpflichtet wurden. Dann setzte das große Stühlerücken ein, und die ausgeschiedenen Stadträte machten ihre Plätze am Ratstisch für die neu gewählten Mandatsträger frei. Und dieses Stühlerücken fiel ungewöhnlich umfangreich aus: Nicht weniger als 14 neu in den Gemeinderat gewählte Mitglieder verzeichnet das per Kommunalwahl runderneuerte Stadtparlament.

Den Bürgermeister, der kraft seines Amtes dem Gremium vorsteht und stimmberechtigt ist, nicht mit eingerechnet, verfügt der neue Gemeinderat über 21 Sitze. In der vorangegangenen Legislaturperiode waren es – die Kommunalwahl und deren komplexe Arithmetik in Verbindung mit weniger Ausgleichsmandaten brachte es mit sich – lediglich 19 Sitze. Stärkste Fraktion ist die FW/FDP mit sieben Stadtratsmandaten. Die CDU kommt als zweitstärkste Kraft auf sechs Sitze. SPD/FB und Aktive Bürger sind mit jeweils vier Sitzen im Gemeinderat vertreten. Die Aktiven Bürger haben jetzt, anders als in der vorangegangenen Wahlperiode, Fraktionsstatus. Interessant dürfte werden, inwiefern sich angesichts geänderter Fraktionsgrößen „Abstimmungskoalitionen“ bilden.

Der personelle Wechsel im Geisinger Stadtparlament ist ungewöhnlich ausgeprägt: 14 der insgesamt 21 Mandatsträger rücken erstmals an den Ratstisch, das entspricht einem Drittel der Gesamtgröße. Romina Frank, Jürgen Keller, Nathalie Seilnacht und Thomas Tritschler sind die neuen Gesichter in der FDP/FW-Fraktion, wobei Jürgen Keller bereits eine gewisse Gemeinderatsroutine mitbringt. Als Leipferdinger Ortsvorsteher hatte er bereits in der abgelaufenen Legislaturperiode einen Sitz, aber kein Stimmrecht im Gemeinderat. Henrik Ball, Fabian Setz, Achim Speck und Norbert Weber haben seit Neuestem mit CDU-Fahrkarte Sitz und Stimme im Gemeinderat. Wobei Weber, ähnlich wie Jürgen Keller aus Leipferdingen, der Gemeinderat durchaus vertraut ist. Als Gutmadinger Ortsvorsteher konnte er bereits in der vergangenen Wahlperiode seine Stimme im Gemeinderat erheben, aber nicht abstimmen. Das ändert sich jetzt. Die drei Neuen in der SPD-Fraktion sind Martin Bertsche, Matthias Huber und Dieter Popp, neu in der Fraktion der Aktiven Bürger sind Claudia Buschli, Stefan Kramer und Karl Mang.

Weiterhin dem Gemeinderat gehören für FW/FDP Paul Haug, Holger Stiffler und Markus Wullich an, Holger Milkau und Christoph Moriz sind wieder für die CDU im Einsatz. Uwe Kraft zieht erneut für die SPD und Andreas Heidel für die Aktiven Bürger ins Stadtparlament ein.

FW/FDP-Fraktionssprecher bleibt Paul Haug. Neu in die Funktion als CDU-Fraktionssprecher schlüpft Christoph Moriz. Er folgt auf Hubert Seger, der nicht mehr für den Gemeinderat kandidiert hatte. SPD/FB-Fraktionssprecher ist jetzt Uwe Kraft, nachdem die langjährige Fraktionschefin Ulrike Benz nicht mehr bei den Kommunalwahlen angetreten war. Bei den Aktiven Bürgern übernimmt Andreas Heidel die Sprecherrolle.

Nachdem Bürgermeister Walter Hengstler seine Ankündigung wahr gemacht hatte und der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats ferngeblieben war, teilten sich Kathrin Sorg und Paul Haug die Sitzungsleitung. Sorg saß dem Gremium in der bisherigen Zusammensetzung vor und übergab die Regie dann an Haug, dem laut Gemeindeordnung als „an Lebensjahren ältesten Mitglied des Gemeinderats“ – Sorg titulierte ihn als „Alterspräsident“ – die Sitzungsleitung zukam. (tom)

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