Fred Trendle veröffentlicht Buchbände über Luftkrieg

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Insgesamt 16 Bände über den Luftkrieg in Europa mit vielen Details über Menschen und Material hat Fred Trendle nach 14-jähriger
Insgesamt 16 Bände über den Luftkrieg in Europa mit vielen Details über Menschen und Material hat Fred Trendle nach 14-jähriger Recherche herausgebracht. (Foto: Haug)
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Schon mehrfach hat sich der Kirchen-Hausener Freddy Trendle als Buchautor betätigt. Zwei Mal war er alleiniger Autor, ein Mal zusammen mit Joachim Gässler – nun bringt er 16 Bände unter dem Titel „Point Blank“ heraus. Pro Quartal kommen vier Bücher dieser umfangreichen Recherche auf dem Markt. Eine Recherche, die öffentlich in dieser Form weltweit einmalig ist. Die ersten Bände werden bereits bis nach Australien verschickt.

2003 veröffentlichte Fred Trendle seinen ersten Band „10 Tage im April“, in dem er schonungslos die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges von 20. bis 30. April dokumentierte. Vor 16 Jahren konnte er noch viele Zeitzeugen jener Epoche befragen. In einer Buchlesung stellte er im damaligen „Adler“ Ausschnitte aus dem Buch vor, die den Zuhörer nachdenklich stimmen ließen.

Ein Jahr später, 2005, brachte er das nächste Buch heraus: „Brennendes Land, Luftkrieg im Südwesten von 1940 bis 1945“. Das Schicksal von Menschen war ihm dabei wichtig. Sei es im ersten Band von Soldaten und der Bevölkerung, im zweiten Band auch das von Piloten. Schon damals begann er mit der Recherche für die nunmehr vorliegende Dokumentation, denn Trendle wollte mehr über den Luftkrieg erfahren und dokumentieren.

Mehr oder weniger dazwischen brachte er 2014, damals war er noch Vorsitzender des Geschichtsvereins Kirchen-Hausen, zusammen mit Joachim Gässler eine Dokumentation der Geschichte und der Einwohner von Kirchen-Hausen als Ergänzung zum ersten Geschichtsbuch des Geisinger Ortsteils heraus. Die Gesichter zu den Menschen, die in Kirchen-Hausen lebten, aber auch im Krieg ihr Leben ließen, waren ihm bei diesem Projekt ebenfalls wichtig. 14 Jahre haben die umfangreichen Recherchen gedauert, bis zum Abschluss der Dokumentation in den 16 Bänden.

Pro Band hat er 200 Exemplare aufgelegt, je ein Monat in der Zeit von Januar 1944 bis Mai 1945 ist akribisch genau wiedergegeben. Die ersten Bände sind bereits nach kurzer Zeit vergriffen und werden nachgedruckt. Viele Bücher gehen nach Amerika, sogar bis Australien. Die Amerikaner hätten eine andere Gedenkkultur, betont Fred Trendle. Auf der Homepage verzeichnet er weltweite Zugriffe aufgrund der Buchreihe, was das weltweite Interesse bezeugt.

Dass eine solche akribisch genaue Recherche viel Zeit benötigt, leuchtet dem Leser spätestens bei der Lektüre der Bücher ein. Hierfür hat Trendle in den Archiven in Deutschland, aber auch in Nationalarchiven der damaligen Kriegsteilnehmer recherchiert. „Point Blank“ war der Codename der Alliierten für die Lähmung und Vernichtung der deutschen Luftwaffe und Flugzeugindustrie durch die USAAF und die Royal Air Force, um die geplante Invasion Nordwesteuropas im Jahre 1944 vorzubereiten und einen Sieg der alliierten Streitkräfte zu gewährleisten. Jede Flugbewegung in Europa, jeder Abschuss egal von wem und von welcher Seite, und das Schicksal von Piloten und Besatzung ist dokumentiert.

Viele Bilder von den einzelnen Aktionen und Flugzeugtypen samt Besatzung ergänzen die Dokumentationen. Den ersten vier Bänden von Januar 1944 bis April 1944 folgen nun pro weiterem Quartal weitere vier Bände.

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