Entwässerung vergessen: Bahnübergang wird wieder saniert

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Bald ist der Bahnübergang in Geisingen geschlossen. Der Grund sind Entwässerungsarbeiten sowie die Nachrüstung einer Planumsschu
Bald ist der Bahnübergang in Geisingen geschlossen. Der Grund sind Entwässerungsarbeiten sowie die Nachrüstung einer Planumsschutzschicht des rechten Gleisbettes, aufgrund einer Gewährleistung der damals ausführenden Baufirma. Ab dem 29. August – nach dem letzten Zug – kommt es zur Vollsperrung. (Foto: Haug)
Paul Haug

Viele Geisinger fragen sich, weshalb nach Sanierungsarbeiten in den Jahren 2013 und 2014 sowie 2015 am Bahnübergang in der Engener/Tuttlinger Straße schon wieder Sanierungsarbeiten anstehen. Wegen diesen Sanierungsarbeiten wird der Bahnübergang im Zuge des Neubaus der Bahnüberführung in der Donaustraße ebenfalls gesperrt. Wird hier sinnlos Geld verbuddelt, oder steckt hinter der Sperrung mehr?

Auf eine Anfrage bei der Pressestelle der Bahn in Stuttgart kam von dieser nunmehr die Erklärung für die erneute Sanierung und damit der Grund für die Sperrung. Bei den früheren Sperrungen standen den Geisingern zwei Zufahrten zur Verfügung, sofern sie zu Geschäften oder Wohnungen südlich der Bahn wollten: Für Fahrzeuge der große Durchlass mit der Bahnüberführung. Fahrzeuge, die höher als 3,10 Meter waren, mussten einen Umweg in Kauf nehmen und konnten den Espen über die Donaubrücke ansteuern.

Der Durchlass ist bereits gesperrt. Gleiches gilt für die Donaubrücke, die aus Sicherheitsgründen seit März nicht mehr befahrbar ist. 2013 und 2014 wurden im Bereich des Bahnübergangs umfangreiche Arbeiten vollzogen. Die Gleise samt Gleisbett wurden erneuert, ebenso der gesamte Fahrbahnübergang. Dieser war dann aber wie eine Sprungschanze und jeweils ein halbes Jahr nach den Gleiserneuerungen wurde das Gleisbett nachgestopft, wie es im Fachjargon heißt. Schließlich wurde der Übergang so angelegt, wie er derzeit vorzufinden ist.

2013 und 2014 wurde im Zuge der Erneuerung des Gleisbettes auch eine Entwässerung des Bahnübergangs eingebaut. Im Gleis Immendingen-Donaueschingen, so die Pressestelle der Bahn, gibt es sogenannte Gleislagefehler, die aufgrund der fehlenden Entwässerung entstanden sind.

In der Mitteilung heißt es weiter: „Der Umbau 2013 war erfolgreich und es traten keine Fehler im Nachgang auf, im genannten Nachbargleis kam es aber etwa ein Jahr später zu Auffälligkeiten, welche dann in der nun benötigten Nachrüstung einer Planumschutzschicht und von Entwässerungsanlagen mündeten. Ursache waren Baumängel der ausführenden Firma. Die bereits erneuerten Gleise werden nach der Nachrüstung wieder eingebaut, sodass hier nur Mehrkosten für die erneute Baustellentätigkeit anfallen.“

Die Bahn nutzt die Sperrzeit der Strecke aufgrund der Erneuerung der Überführung für die Sanierung des Bahnübergangs. Sonst wäre zu einem späteren Zeitpunkt eine weitere Sperrung erforderlich gewesen.

Die Sperrung startet am Donnerstag, 29. August, nach dem letzten Zug um 23:58 Uhr und dauert bis zum Montag, 9. September, um 4.20 Uhr. Ab dieser Zeit fahren wieder die ersten Züge über den erneuerten Durchlass sowie den sanierten Übergang. Der Bereich südlich der Bahnlinie kann mit dem Auto von Geisingen aus nicht direkt angefahren werden. Für Fußgänger besteht die Verbindung unter anderem beim sogenannten kleinen Durchlass oder auch beim Bahnübergang.

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