Bahn investiert 2,8 Millionen Euro in neue Brücke

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 Nach siebenmonatiger Bauzeit und viermonatiger Vollsperrung wurde die Wegverbindung zwischen der Donaustraße und dem Freizeitge
Nach siebenmonatiger Bauzeit und viermonatiger Vollsperrung wurde die Wegverbindung zwischen der Donaustraße und dem Freizeitgelände Danuterra wieder freigegeben. Das symbolische Band schnitten (von links) Karl Wilhelm von der Bundesbahn, Bauingenieur Peter Kühnle, Anja Busam von der DB-Netz AG, Bürgermeister Martin Numberger, Xaver Schwendemann von der Firma Schleith und Ortsbaumeister Christian Butschle durch. 2,8 Millionen Euro investierte die Bahn in das Projekt. (Foto: Paul Haug)
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Siebeneinhalb Monate, nachdem die ersten Bagger auf dem Espen, dem Freizeitgelände Danuterra anrückten, werden sie bald wieder ihre Baustelle verlassen. Noch sind einige Restarbeiten erforderlich, die sich noch ein paar Tage hinziehen, für die Anlieger und Geisinger ist aber eines wichtig: Der große Durchlass ist wieder offen. Die direkte Wegverbindung zwischen dem Wohngebiet und dem Freizeitgelände ist befahrbar.

Am Dienstag wurde die Verbindung wieder freigegeben, wozu Bürgermeister Martin Numberger, die Bahn und die Baufirma Schleith die Öffentlichkeit, und vor allem die Anlieger eingeladen hatten. Denn sie waren es vor allem, die durch den Baulärm, besonders beim Abbruch der alten Bahnbrücke, beeinträchtigt waren. Numberger erinnerte daran, dass die Firma Schleith seit April an der Arbeit war. Vom Angebot der Bahn, während der lärmintensiven Phase den Anliegern Ersatzübernachtungen anzubieten, wurde kein Gebrauch gemacht, so Numberger. Die Anlieger haben neben Lärm auch manche andere Beeinträchtigung toleriert.

„Wir sind froh, dass die Maßnahme so gut funktioniert hat und nunmehr eine neue und helle Brücke mit Zufahrt übergeben werden kann.“ Seinen Dank richtete Numberger an die Anlieger für ihr Verständnis und alle am Bau beteiligten Firmen und Personen, sei es die Bahnmitarbeiter, die Belegschaft der Firma Schleith, Bauhof oder das Ingenieurbüro Kühnle.

Anja Busam von der DB Netze AG erinnerte an die erste Planung. Mitte 2016 wurde begonnen, es folgten Abstimmungen mit der Stadt Geisingen sowie der Arena, im Gemeinderat wurde das Projekt im April 2018 vorgestellt. Der Auftrag wurde im Herbst 2018 an die Firma Schleith GmbH erteilt, die im April mit den Arbeiten begann. Das Baufeld wurde freigeräumt und danach wurde mit der Herstellung des neuen Brückenbauwerks begonnen, das Ende August an die neue Stelle verschoben wurde. Insgesamt wurden 2,8 Millionen Euro investiert, davon reine Baukosten 2,3 Millionen. Es musste Rücksicht auf zahlreiche Ver- und Entsorgungsleitungen genommen werden, was bei der Anzahl der beteiligten Unternehmen laut Busam nicht einfach war. Im Gemeinderat wurde das Projekt im April 2018 vorgestellt; die Forderung, anstelle einer Ausführung mit Sichtbeton die Brücke mit Granit zu verblenden, wurde umgesetzt. Während einer Woche wurde der komplette Bahnverkehr auf der Strecke wie auch der Bahnübergang voll gesperrt, der ebenfalls saniert wurde.

Die Bahnbrücke in Geisingen wurde 1914 gebaut. Sie hatte Stahlbetonteile, die stark angerostet waren, der Beton bröckelte teilweise ab. Deshalb wurde ein Ersatzneubau erforderlich, der neben dem neuen Standort hergestellt und dann eingeschoben wurde.

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