„Von der Idee profitieren alle“

Lesedauer: 4 Min
Der Fridinger Einkaufsgutschein ist seit seiner Einführung 2015 auf der Erfolgsspur.
Der Fridinger Einkaufsgutschein ist seit seiner Einführung 2015 auf der Erfolgsspur. (Foto: Archiv)
Schwäbische Zeitung

Die Fridinger Einkaufsgutscheine mit dem Slogan „Kauf im Ort, fahr nicht fort!“ erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit. Redakteur David Zapp sprach mit Stefan Waizenegger, Bürgermeister und Wirtschaftsförderer der Stadt Fridingen, über den kleinen, aber feinen Erfolg der Einkaufsgutscheine.

Herr Waizenegger, gibt es eine Aufschlüsselung, welche Betriebe, Geschäfte oder Gaststätten profitieren?

Eine konkrete Aufschlüsselung, welche Geschäfte und vor allem in welchem Umfang sie von den zum Jahresende 2015 eingeführten Gutscheinen profitiert haben, gibt es nicht. Insgesamt sind aber bis zum Juni 2019 knapp 28 000 Euro umgesetzt worden.

Welche Geschäfte oder Betriebe in Fridingen machen (noch) nicht mit und werden noch angesprochen?

Gegenwärtig nehmen 20 Geschäfte und Betriebe – vornehmlich aus dem Einzelhandel und der Gastronomie – an dem Einkaufsgutschein teil. Ganz grundsätzlich steht jedoch eine Teilnahme allen Betrieben und Geschäften offen. Eine Information bezüglich des Gutscheins wird von der Verwaltung auch neuen Geschäften zugestellt, von denen wir Kenntnis erlangen, und so die Möglichkeit zur Mitwirkung eröffnet.

Aus welchen Gründen wollen einige Betriebe nicht teilnehmen?

Über die Hintergründe – warum und weshalb – der ein oder andere Betrieb nicht teilnehmen möchte, ist unsererseits nichts bekannt. Ganz grundsätzlich können an diesem Projekt alle Gewerbetreibenden, Dienstleister, Gaststätten und Einzelhandelsgeschäfte aus unserer Kommune mitmachen. Als Gebühr für ein ansprechendes Layout sowie für die konzeptionelle Erstellung des Gutscheins durch ein Fachgeschäft wird von jedem Mitwirkenden ein einmaliger Kostenbeitrag in Höhe von 25 Euro erhoben.

Wie fällt das Fazit der Verwaltung zu dieser Art der Wirtschaftsförderung aus?

Der Fridinger Geschenkgutschein wurde als aktiver Beitrag zur örtlichen Wirtschaftsförderung eingeführt, mit der Zielsetzung unter anderem auf die hiesigen Geschäfte und Gaststätten aufmerksam zu machen und die Kaufkraft innerhalb der Gemeinde zu binden sowie der Einwohnerschaft eine gute Geschenkmöglichkeit für jeden denkbaren Anlass oder Situation an die Hand zu geben. Von Beginn an wurde der Gutschein hervorragend angenommen. Man kann daher festhalten, dass von der Idee alle profitieren – Gewerbetreibende, Käufer sowie die Gemeinde.

Gibt es Verbesserungsmöglichkeiten?

Aus unserer Sicht passt es. Größere Beschwerden haben uns bisher nicht erreicht. Aus pragmatischen Gründen muss die Abrechnung und Erstattung der jeweiligen Beträge quartalsmäßig erfolgen. Dies ist mit den teilnehmenden Geschäften und Betrieben so auch abgesprochen und funktioniert bisher reibungslos.

Wie ist denn die Resonanz der teilnehmenden Betriebe?

Sowohl die Rückmeldungen seitens der Bevölkerung aber auch der teilnehmenden Geschäfte und Betriebe sind durchweg positiv, zumal der Geschenkgutschein auch eine zusätzliche Werbe- und Marketingwirkung besitzt.

Von wem werden die Einkaufsgutscheine vornehmlich genutzt?

Neben der Einwohnerschaft und Vereinen sowie Firmen wird der Einkaufsgutschein auch von der Verwaltung gerne als willkommene Geschenkmöglichkeit genutzt.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen