Tourismus im Donautal nimmt weiter zu

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 Die Anzahl an Wanderern im Donautal nimmt stetig zu.
Die Anzahl an Wanderern im Donautal nimmt stetig zu. (Foto: Simon Schneider)

Das Donautal ist bei Touristen ein immer beliebter werdendes Ausflugs- und Urlaubsziel. Erst kürzlich wurde der Donauberglandweg zum „Europäischen Qualitätsweg“ ausgezeichnet. Damit wurde er in die europäische Königsklasse der Wanderwege aufgenommen, in die es bisher nur 14 Wanderwege in ganz Europa geschafft haben. Unsere Zeitung hat sich bei Gastronomen und Hoteliers im Donautal erkundigt, wie die bisherige Saison gelaufen ist und ob sie möglicherweise mit Einbußen aufgrund der heißen Temperaturen zu kämpfen hatten.

Mehr internationaler Tourismus

Michael Hipp, Inhaber vom Gasthof „Sonne“ in Fridingen, ist mit dem Verlauf der diesjährigen Saison zufrieden: „Unsere Belegungsquote ist in diesem Jahr um sechs Prozent gestiegen. Wir durften in diesem Jahr vermehrt internationale Gäste aus Südamerika, Neuseeland, Kanada und Australien in unserem Haus begrüßen.“

Außerdem kämen vermehrt Wandertouristen ins Donautal, merkt Hipp an. Während die Radfahrer meist über Nacht bleiben, ließen sich die Wandergruppen für längere Zeit in seinem Gasthof nieder. In einer Sache seien sich alle Touristen laut Hipp einig – nämlich über die Schönheit der Landschaft. „Etwas, was wir schon gar nicht mehr richtig wahrnehmen“, bedauert er.

Die Geschäftsführerin vom „Berghaus Knopfmacher“ in Fridingen, Katja Schill, kann sich ebenfalls über die Belegungszahlen nicht beklagen. „Die vergangenen drei Jahre war während der Hauptsaison die Landesstraße 277 wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. Trotzdem konnten wir uns über mangelnden Tourismus nicht beschweren. Das hätten wir nicht gedacht.“ Dieses Jahr hätten sich im Berghaus vermehrt Gäste aus Belgien niedergelassen. 60 Prozent der Gäste seien aus Deutschland, die restlichen 40 Prozent aus dem Ausland, betont Katja Schill, die das Geschäft zusammen mit ihrem Mann Tobias führt.

„Wir haben bei uns mehr Wanderer als Radler. Die Hitze hat den Tourismus nicht abgeschreckt. Im Gegenteil. Normal ist bei uns im Frühjahr und Herbst mehr los. Im Sommer ist es meist ruhiger. Dieses Jahr waren wir im Juli und August ausgebucht.“ Über internationale Gäste durfte sich auch Martine Stehle, Inhaberin vom „Jägerhaus“, das am Donauradweg zwischen Fridingen und Beuron liegt. „In diesem Jahr haben wir im Vergleich zum Vorjahr viele französische, spanische und italienische Gäste. Die meisten sind mit dem Rad unterwegs.“

Donaufelsen-Tour ist ein Anziehungsmagnet

Aber auch viele Wanderer seien im „Jägerhaus“ Gast gewesen. „Durch die Auszeichnung des Donauberglandweges zeichnet sich ein Anstieg im Tourismus ab. Das muss man ganz klar sagen. Äußerst beliebt ist die Donaufelsen-Tour“, sagt sie.

Nach Angaben von Walter Knittel, Geschäftsführer der Donaubergland GmbH in Tuttlingen, sind die Übernachtungszahlen im Donautal im ersten Halbjahr dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent gestiegen.

Beliebte Rad- und Wanderziele sind, so Knittel, entlang des Donauradwegs, die Wanderwege rund um Fridingen, der Dreifaltigkeitsberg in Spaichingen sowie die Donauversickerung in Immendingen. Auch der Campingtourismus ist nach Angaben von Knittel angestiegen. Aktuelle Zahlen liegen aber derzeit noch nicht vor.

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