Rat beschließt Zehn-Millionen-Haushalt

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Der letzte kammeralistische Haushalt ist in Fridingen vom Gemeinderat beschlossen worden.
Der letzte kammeralistische Haushalt ist in Fridingen vom Gemeinderat beschlossen worden. (Foto: dpa/Patrick Pleul)
Winfried Rimmele

Der Haushaltsplan der Stadt Fridingen hat den Gemeinderat ohne Änderungen passiert. Letztmals wurde der Haushaltsplan mit einem Gesamtvolumen von rund 10,1 Millionen Euro durch Verbandskämmerer Tobias Keller nach der Kameralistik aufgestellt. Der kommende Haushalt wird nach dem neuen Haushaltsrecht (Doppik) erstellt. Kreditaufnahmen sowie die Erhöhung von Steuern und Abgaben sind nicht vorgesehen.

Auf den Verwaltungshaushalt entfallen 8,35 Millionen Euro. Im Vermögenshaushalt sind rund 1,7 Millionen Euro für Investitionen, Schuldentilgung sowie bereits im Jahre 2018 durchfinanzierte Vorhaben vorgesehen. Die Zuführung an den Vermögenshaushalt beträgt 933 500 Euro und liegt damit rund 42 Prozent über der Annahme des Vorjahres. Für Investitionen stehen „freie Mittel“ von etwas mehr als 700 000 Euro zur Verfügung.

Die wichtigsten Maßnahmen im Investitionsprogramm sind: Die Ertüchtigung und Modernisierung der Kläranlage mit der Fertigstellung der vierten Reinigungsstufe in den kommenden beiden Jahren werden Kosten von rund 1,5 Millionen Euro verschlingen. Der Erwerb eines neuen Fahrzeugs für den Bauhof schlage mit rund 150 000 Euro zu Buche, so der Kämmerer. Für das Sanierungsgebiet „Panoramastraße/Altstadt“ werden für Entwurfs- und Ausführungsplanung 100 000 Euro bereitgestellt, sodass mit den Baumaßnahmen im kommenden Jahr begonnen werden kann. Weitere Maßnahmen, wie das Anlegen eines weiteren Grabfeldes (30 000 Euro), Ausbesserungsarbeiten an der Festhalle (30 000 Euro) sowie Grundstückserwerb und Ablösung eines Sonderkontos für das Wohngebiet „Rotland I“ (100 000 Euro), sind geplant. Bürgermeister Stefan Waizenegger sagte, dass die Investitionen, die Schuldentilgung von 232 000 Euro sowie die Abdeckung des Fehlbetrags für den Eigenbetrieb Sport und Freizeit von knapp 300 000 Euro zwar ohne Verschuldung gestemmt werden könnten. Trotzdem müsse man sich vergegenwärtigen, dass kein Geld auf der hohen Kante liege und lediglich die Mindestrücklage vorgehalten werden könne und es nicht gelinge, angesichts der hohen Investitionen zusätzliches Eigenkapital für künftige Aufgaben aufzubauen.

Trotz der Investitionen verringere sich der Schuldenstand der Gemeinde um 62 Euro je Einwohner (3193 Einwohner) auf 876 Euro.

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