Novakovic: „Das kam nahe an unsere Bestleistung“

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 Die HSG Fridingen/Mühlheim überraschte gegen den Meisterschaftsanwärter TSV Schmiden mit einem 29:28-Sieg. Ediz Parlak (rot-sch
Die HSG Fridingen/Mühlheim überraschte gegen den Meisterschaftsanwärter TSV Schmiden mit einem 29:28-Sieg. Ediz Parlak (rot-schwarz) warf insgesamt zehn Tore. (Foto: hkb)
Rouven Spindler

Der diesjährige Sponsorentag der Handball-Spielgemeinschaft Fridingen/Mühlheim hätte für den Verein kaum besser verlaufen können. Vor großer Kulisse mit rund 500 Zuschauern kam sowohl das Frauen- als auch das Männerteam in der Württembergliga zu Siegen.

Für die eingeladenen Sponsoren war wie üblich im Innenraum eine weitere Tribüne mit Sitzplätzen aufgebaut. In der Halle verfolgten bereits um die 300 Zuschauer das Spiel der ersten Frauenmannschaft. Diese besiegte den TSV Köngen am letzten Spieltag klar 34:21 und steht dadurch im Klassement mit 33:11-Punkten auf dem zweiten Platz. Das Trainerteam Frank Rohrmeier und Uwe Langeneck kann auf einen „mega-erfolgreichen Abschluss dieser Saison“ zurückblicken. Das anfängliche Ziel Klassenerhalt war frühzeitig sichergestellt. Da der TV Nellingen II in seinem letzten Spiel deutlich unterlag, hinderte die Donautal-HSG am Ende nur der verlorene direkte Vergleich mit der TVN-Reserve am Aufstieg. „Das ist um so mehr ein Lob wert und sensationell für den Verein. Wir spielen in der fünften Liga auf höchstem Niveau, das zeugt von einer funktionierenden Mannschaft, die alles füreinander macht. Es geht um den Teamerfolg“, sagt Rohrmeier glücklich.

Zwei personelle Änderungen zur neuen Saison stehen bereits fest. Spielerin Melanie Gresser, 14 Jahre in der Frauenmannschaft aktiv gewesen, und Co- und Torwarttrainer Oli Weiss (zwei Jahre) wurden vor dem Spiel von Vorstand Tobias Wäschle unter Applaus verabschiedet. Gresser gelang zum Abschluss ihr 22. Saisontor.

Zwischen den beiden Spielen wurden die Sponsoren im Foyer der Sepp-Hipp-Halle empfangen.

Im Anschluss absolvierte die Männermannschaft in der Nordstaffel der Württembergliga ihr drittletztes Saisonspiel – und sorgte für eine Überraschung. Meisterschaftsanwärter TSV Schmiden musste die Heimreise punktlos antreten, denn in einer packenden Schlussphase setzten sich die Donautäler 29:28 durch. Trotz einiger Ausfälle und ohne gelernten Kreisläufer drehte die HSG vor allem nach der Pause auf. Aus einem 12:14 wurde ein 21:17. Schmiden zeigte sich danach zwar ähnlich effektiv wie in der Anfangsphase der Partie und glich noch zweimal aus. Das bessere Ende für sich hatte allerdings das Heimteam.

Den Druck nahm Trainer Mike Novakovic bereits vor dem Spiel von seiner Mannschaft. Nach dem Spiel resümierte er: „Gegen ein Spitzenteam das aufzuholen, mehr kann man nicht erwarten. Die Mannschaft sollte befreit aufspielen. Das kam nahe an unsere Bestleistung.“ Weiterer Grund zur Freude war der 24:23-Sieg der zweiten Mannschaft bei der HSG Albstadt II, der gleichzeitig den Klassenverbleib sicherte.

Ein Highlight für einige Spielerinnen und Spieler der Jugendmannschaften war sicherlich das Einlaufen in der Halbzeitpause und später zum Spiel der Männer. Insgesamt sind über 150 Kinder von den Minis bis zur E-Jugend aktiv, bei den D- bis A-Junioren belegt man sowohl im weiblichen als auch im männlichen Bereich alle Altersklassen.

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