Narrenfahrplan löst Diskussionen aus

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 Termine im Narrenfahrplan, Ehrungen und Wahlen sind bei der Narrenversammlung der Fridinger Narren Thema.
Termine im Narrenfahrplan, Ehrungen und Wahlen sind bei der Narrenversammlung der Fridinger Narren Thema. (Foto: Simon Schneider)
Simon Schneider

Der Narrenfahrplan für das kommende Jahr hat am vergangenen Sonntag für Diskussionen bei der Narrenversammlung der Narrenzunft Fridingen gesorgt. Themen der Versammlung im Gasthaus „Scharfen Eck“ waren zudem die Narrentreffen für dieses und kommendes Jahr sowie Wahlen und Ehrungen engagierter Elferräte.

Für ihre 15-jährige Treue ehrte Alexander Traub, Stellvertreter der Narrenzunft Fridingen, die beiden Elferräte Martin Schnell und Johannes Bettinger. Bettinger war bereits 2002 Teil des Elferrates, nach einer Unterbrechung stieg er als Elferrat 2008 wieder ein und ist seit mehreren Jahren über die Fasnet für das Bestücken und die Betreuung des Wurstwagens zuständig.

Martin Schnell hatte 2004 als Beirat begonnen. Im darauffolgenden Jahr wurde auch er Elferrat und ist seit 2012 „ambitionierter Narrenvater“, wie Traub betonte. „Er ist ein weitsichtiger und motivierter Narrenvater“, lobte der Stellvertreter und ergänzte: „Martin Schnell war die treibende Kraft der Ausstellung zum 90-jährigen Jubiläum der Narrenzunft“. Ebenso fungiere er als Pflugheber.

Ausblick auf anstehende Termine

Auf der Narrenversammlung wurden zudem Werner Staudt, Achim Rathmann, Adrian Todt, Johannes Schrödinger und Johannes Bettinger einstimmig für weitere zwei Jahre wiedergewählt. Für ein weiteres Jahr wählten die Anwesenden Jörg Reizner, Elias Schnell und Björn Wegmann als Beirat wieder.

Fridingens Bürgermeister Stefan Waizenegger betonte, dass sich die Vereinsaktivität der Narrenzunft nicht nur auf die Fasnetzeit beschränke, sondern dass sie „das städtische Gemeinwesen über das ganze Jahr hinweg mitgestaltet“ und immer abrufbereit sei, wenn man sie brauche. Er hob vor allem die Ausstellung zum 90-jährigen Jubiläum der Zunft hervor, die großen Zuspruch in der Bevölkerung erfahren habe.

Der Elferrat registriert in der Kasse ein deutliches Plus aus dem vergangenen Jahr. Narrenvater Martin Schnell gab auf der Versammlung zudem die diesjährigen Termine bekannt: So sind die Fridinger beim Narrentreffen in Hirrlingen am 27. Januar und in Bad Säckingen am 17. Februar vertreten.

Der Narrenfahrplan für kommendes Jahr wurde hingegen lange auf der Sitzung diskutiert. Martin Schnell betonte die Bedeutung des großen Narrentreffens in Bad Cannstatt am 19. Januar 2020. Die Anwesenheit der Fridinger Narren sei dort ein Muss, sonst drohe eine Abmahnung von der Vereinigung. „Die Nichtteilnahme müsst ihr mit einem anderen Narrenvater machen“, stellte Schnell unmissverständlich klar und bekräftigte, wie wichtig ihm dieser Termin ist.

Fasnetsvergraben künftig früher

Ein weiteres Treffen im kommenden Jahr findet am 2. Februar in Nendingen statt. Auch dort werden die Fridinger Narren mitmischen. Da mehr als zwei auswärtige Termine im Narrenfahrplan der Fridinger jedoch unüblich seien, wurde rund eine halbe Stunde lang darüber diskutiert, ob man auf das Narrentreffen in Pfullendorf am 9. Februar fahren soll oder nicht. Bei der anschließenden Abstimmung im vollbesetzten „Scharfen Eck“ sprach sich letztlich die Mehrheit dafür aus.

Eine deutliche Mehrheit hatte auch die Abstimmung beim Fasnetvergraben ergeben. Dieses traditionelle Ereignis am Fasnet-Dienstag findet ab sofort um 22 Uhr statt und somit eine Stunde später als bisher. Schnell gab zudem bekannt, dass bisher kaum Inhalte für das Narrenblatt eingegangen seien. Ebenso erklärte er, dass der Motor des Wurstwagens, einem Oldtimer, ausgetauscht worden sei.

Einem Unglück gerade noch so entkommen seien die Zuschauer beim örtlichen Pflugumzug im vergangenen Jahr. Zwei leichtsinnige Erwachsene hätten „aus dem Spaß heraus“, wie es Schnell ausdrückte, ein Seil abgehängt und seien im Schlepptau mit dem Pflug durch die Zuschauer gerannt. „Nur durch viel Glück haben wir eine Katastrophe verhindert“, betonte Schnell, da der Pflug beinahe Zuschauer erfasst habe. „So etwas darf nie wieder passieren“, mahnte der Narrenvater am Ende der Sitzung.

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