Nachmittagsbetreuung nicht ausgelastet

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Freuen sich mit den Kindern über die giute angelaufene Nachmittagsbetreuung in der Kinderkrippe „Am Vogelsang“: Leiterin Ingrid
Freuen sich mit den Kindern über die giute angelaufene Nachmittagsbetreuung in der Kinderkrippe „Am Vogelsang“: Leiterin Ingrid Hog (rechts), Erzieherin und Tagesmutter Tanja Gruhler (Zweite von links) mit ihren Vertretungskolleginnen Besima Lalić (links) und Jessica Kohler (Zweite von rechts). (Foto: David Zapp)

Seit einem Jahr bietet die Kinderkrippe „Am Vogelsang“ in Fridingen eine Nachmittagsbetreuung an – auf der Grundlage eines Tagesmuttermodells. An drei Tagen der Woche können Kinder über Mittag in der Kinderkrippe bleiben und werden bis 16 Uhr betreut. Allerdings sind noch Plätze frei, die Kapazitäten längst nicht ausgelastet.

Seit dem ersten September 2018 bietet die Kinderkrippe die Betreuung für den Nachmittag an. Tanja Gruhler hat ihre Halbtagsstelle als Erzieherin aufgestockt und arbeitet in den Räumlichkeiten der Krippe nun auch als ausgebildete Tagesmutter (50 Prozent). Von 7 bis 13 Uhr hat die Krippe regulär geöffnet, ab 13 Uhr übernimmt dann nahtlos Tagesmutter Gruhler bis 16 Uhr die nachmittägliche Betreuung. Die Kinder können in der Einrichtung verbleiben, ein gemeinsames Mittagsessen findet um 11.30 Uhr satt.

Vier Kinder mindestens pro Tag

Nominell umfasst die Nachmittagsbetreuung die Zeit von Dienstag bis Donnerstag. Aktuell erfolgt die Betreuung nur mittwochs und donnerstags. „Für den Dienstag besteht derzeit kein Bedarf. Wenn der vorhanden wäre, machen wir auch dienstags eine Nachmittagsbetreuung“, erklärt Ingrid Hog, Leiterin der Kinderkrippe „Am Vogelsang“. Für die Mindestbelegung für einen Betreuungstag bedarf es mindestens vier Kinder. So hat es der Gemeinderat beschlossen.

Entstünde Bedarf für montags und freitags, wäre dies auch möglich, sagt Hog. Doch da bedürfe es einen gewissen Vorlaufs. Auf jeden Fall würde sich die Krippe über mehr Kinder freuen, die das Angebot am Nachmittag in Anspruch nähmen.

Dass noch mehr Bedarf an Nachmittagsbetreuung besteht, das vermutet Hog nicht nur. „Das ist eine Tatsache!“, sie. Allerdings müsse so etwas auch erst einmal anlaufen, damit mehr Eltern ihre Kinder anmeldeten. Vor allem Frauen, die schrittweise zurück in den Beruf wollten, müssten erst einmal klären, wie und wann sie wieder arbeiten können. „So etwas geht nicht von heute auf morgen“, sagt Hog.

Ausflüge und Ruhephasen

Mittwochs werden drei, donnerstags fünf Kinder am Nachmittag betreut. „Mehr als fünf dürfte ich sowieso nicht betreuen“, sagt Tagesmutter Tanja Gruhler, die bestätigen kann, dass die Kinder das Nachmittagsangebot gut annehmen. „Die Kinder fragen montags schon, wann endlich wieder Nachmittagsprogramm ist“, sagt Gruhler. Neben Spielen und Kochen stehen auch Ausflüge auf dem Programm. Ab 13 Uhr wird es aber ein wenig ruhiger. „Da kuscheln wir uns zusammen und lesen oder hören eine CD – zum Runterkommen“, erzählt Gruhler. Manche der Kinder nutzten die Ruhephase für ein Mittagsschläfchen. „Die Eltern, die das Angebot nutzen, sind vollauf begeistert“, sagt Hog.

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