Nach Krisenjahr zeigt sich Hammerwerk Fridingen wieder zuversichtlich

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Mit derzeit rund 400 Mitarbeitern ist die Hammerwerk GmbH der größte Arbeitgeber von Fridingen.
Mit derzeit rund 400 Mitarbeitern ist die Hammerwerk GmbH der größte Arbeitgeber von Fridingen.

Die Gesenkschmiede Hammerwerk Fridingen GmbH, eines der international führenden Unternehmen im Bereich der Umform- und Bearbeitungstechnik, strahlt nach einem schwierigen Jahr wieder Zuversicht aus. Mit rund 400 Mitarbeitern ist das Hammerwerk das größte Unternehmen in Fridingen.

Die Tradition des Gesenkschmiedens am Standort Fridingen geht bis auf das Jahr 1935 zurück. Nach der Umwandlung in die Hammerwerk Fridingen GmbH im Jahr 1953 und der Ausweitung des Geschäfts- und Arbeitsfeldes entwickelte sich das Unternehmen zum innovativen und kompetenten Full-Service-Partner für Kunden im In- und Ausland.

Zur Absicherung des Standorts Fridingen wurde im Jahr 2007 die Kapazität um den neuen Standort im tschechischen Cheb erweitert und das Tochterunternehmen HF-Czechforge s.r.o. gegründet. Was heute bei Hammerwerk entwickelt, konstruiert, geschmiedet und bearbeitet wird, findet sich morgen in den unterschiedlichsten Personen-, Nutz- und Sonderfahrzeugen auf allen Straßen der Welt wieder. Aber auch auf Baustellen und Schienen; zu Wasser, zu Land und in der Luft werden die Produkte eingesetzt – in einigen Fällen sogar im Weltall. Zu den Hammerwerk-Kunden zählen unter anderem Bosch, Daimler AG, Heidelberger Druckmaschinen AG, Liebherr, LuK, Mahle, MAN, MTU, Scania, SEW, Voith sowie die ZF-Werke.

Gerade hier mussten das Unternehmen und seine Mitarbeiter allerdings im vergangene Jahr tiefe Einschnitte hinnehmen. Nach dem Rekordjahr 2008 brach der Umsatz innerhalb kürzester Zeit fast komplett ein und bescherte dem Unternehmen einen Umsatzrückgang von 45 Prozent. Nur durch drastische Sparmaßnahmen in allen Bereichen konnte Schlimmeres verhindert werden.

Dennoch musste die Belegschaft des größten Arbeitgebers von Fridingen von 540 Mitarbeitern auf heute rund 400 abgebaut werden. Nur so konnte für die verbleibenden Mitarbeiter eine sichere Basis für die Zukunft geschaffen werden. Zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit wurde für die betroffenen fest angestellten Mitarbeiter eine Transfergesellschaft gegründet, in der diese im Moment weiterqualifiziert und darin unterstützt werden, eine neue Arbeitsstelle zu finden.

Mittlerweile ist Kurzarbeit nur noch in geringem Maße erforderlich und das Unternehmen hat es geschafft, in die Gewinnzone zurückzukehren. Für die nächsten Monate wird nun ein leichtes Wachstum erwartet und die Skepsis weicht mehr und mehr einer gewissen Zuversicht.

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