Land bezuschusst Ausbau der Kläranlage in Fridingen

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Bei der Übergabe des Förderbescheids (von links): Bürgermeister Stefan Waizenegger, Staatssekretär André Baumann, Werner Maier
Bei der Übergabe des Förderbescheids (von links): Bürgermeister Stefan Waizenegger, Staatssekretär André Baumann, Werner Maier vom Fachplanungsbüro IAT Maier aus Stuttgart und Dirk Langenbach vom Planungsbüro Langenbach aus Sigmaringen. (Foto: pm Gemeinde Fridingen)
Schwäbische Zeitung

Mit einem Landeszuschuss in Höhe von 1,02 Millionen Euro kann die Gemeinde Fridigen ihre Kläranlage optimieren und mit der sogenannten vierten Reinigungsstufe zur Elimination von Spurenstoffen aufrüsten.

Der Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Andre Baumann, überreichte den Förderbescheid am Montag. „Die Gemeinde Fridingen bringt ihre Kläranlage auf den neuesten Stand der Technik und leistet damit einen wichtigen Beitrag für den Gewässerschutz in Baden-Württemberg“, so Baumann bei seinem Besuch. Die Aufrüstung der Kläaranlage soll dafür sorgen, dass weniger Spurenstoffe wie Arzneimittelrückstände, Biozide und Haushaltschemikalien in die obere Donau oder das Grundwasser gelangen. „Außerdem kann die Kläranlage zukünftig sowohl sauerstoffzehrende Substanzen als auch den Phosphorgehalt im Wasser verringern“, erläuterte der Staatssekretär.

In seinem Grußwort brachte Bürgermeister Stefan Waizenegger seine Freude über den Zuschuss zum Ausdruck. Mit einer Förderung in Höhe von 76 Prozent der geplanten Kosten könne diese unverzichtbare Infrastrukturmaßnahme nun angegangen werden. Der Bau der neuen Filtrationsanlage sowie die vollständige Erneuerung der Elektrotechnik gewährleiste, dass der zuverlässige Betrieb der Kläranlage auch für die Zukunft aufrechterhalten wird. Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,42 Millionen Euro, wofür die Stadt nunmehr den höchst möglichen Fördersatz erhalte. Noch in diesem Jahr, so Bürgermeister Waizenegger, wolle man die Ausschreibung und Vergabe vornehmen. Man sei zuversichtlich, die baulichen Erneuerungsmaßnahmen bis zum Jahre 2020 im vollen Umfang abgeschlossen zu haben.

Baden-Württemberg nimmt in Deutschland und in Europa bei der Eliminierung von Spurenstoffen eine Spitzenposition ein“, betonte Andre Baumann. „Wir wollen uns aber damit nicht begnügen. Damit die Städte und Gemeinden ihr Abwasser noch effizienter und umweltverträglicher beseitigen können, stellt ihnen die Landesregierung dieses Jahr insgesamt fast 62 Millionen Euro zur Verfügung.“

13 Kläranlagen sind bereits mit dieser Technik ausgestattet. Im Bau oder in der Planung befinden sich neben der Anlage in Fridingen und weiteren im Land auch Immendingen-Geisingen.

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