Eine weitere „Donauperle“ ist fertig

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 Bei der Einweihung des „Vis à Vis“ am Mittwoch waren dabei (v.r.): Tim Kaysers von der Planstatt Senner, Bürgermeister Stefan W
Bei der Einweihung des „Vis à Vis“ am Mittwoch waren dabei (v.r.): Tim Kaysers von der Planstatt Senner, Bürgermeister Stefan Waizenegger, Birgit Denner vom Wasserwirtschaftsamt Tuttlingen, Fridingens Bauhofleiter Nikolai Geiselmann, Jörg Kamutzky vom Wasserwirtschaftsamt Tuttlingen, Gemeinderätin Ellen Hermann und Gärtnerin Karin Hipp. (Foto: Marilena Berlan)

Die nächste „Donauperle“ – das „Vis à Vis“ an der Holzbrücke in Fridingen – ist am gestrigen Mittwoch eingeweiht worden. Nach Angaben von Tim Kaysers vom Landschaftsarchitektenbüro Planstatt Senner aus Überlingen, der von Beginn an das Projekt fachlich begleitet hat, hielten sich die Kosten sogar unter dem geplanten Budget.

Entstanden ist an der Holzbrücke ein Aufenthaltsplatz mit Sitzgelegenheiten. Über neu errichtete Uferstufen gelangen Passanten an die Donau und können im kühlen Nass bei heißen Temperaturen ihre Füße baumeln lassen. Um das Vorhaben zu realisieren, wurden die einstigen Gebüsche gerodet und die dort vorhandenen Parkplätze, zum Bedauern vieler Einwohner, entfernt. Innerhalb weniger Wochen ist die geplante Maßnahme umgesetzt worden. „Der Platz wird von den Bürgern gerne angenommen. Der Mangel an Parkplätzen ist auch in Fridingen vorhanden, wir werden aber andere Parkmöglichkeiten schaffen“, versichert Fridingens Bürgermeister, Stefan Waizenegger.

Die Baukosten

Die Baumaßnahme sei aber noch nicht vollständig abgeschlossen, so Waizenegger. Eine qualitativ hochwertige Infotafel mit Unterkünften, Einkaufsmöglichkeiten, Geschichtlichem zu Fridingen und mehr soll in den kommenden Wochen angebracht werden und Touristen eine erste Orientierung geben. Zudem soll die Donaupromenade ausgebaut werden.

Ein kleines Stück ist im Rahmen der Baumaßnahme angegangen worden. Wenn es die finanzielle Lage der Stadt erlaubt, soll auch ein weiterer Weg entlang der Donau in Angriff genommen werden. Das Planungsbüro Senner hat für die Umsetzung des Projektes „Vis à Vis“ eine Gesamtsumme von 99 168,53 Euro errechnet. Der Gemeinderat stimmte damals der Umsetzung des Projektes nur zu, wenn es eine Bezuschussung durch das Tourismusinfrastrukturprogramm gibt. Zu Freuden der Stadt, wie Waizenegger mitteilte, wurde das Bauvorhaben mit 50 Prozent gefördert.

Damit musste die Stadt nur noch rund 50 000 Euro an finanziellen Eigenmitteln aufbringen. Gestern teilte Kaysers mit, dass die Ausgaben sogar unter der geplanten Summe lagen. Laut Waizenegger bei rund 94 000 Euro.

Landschaftspark „Junge Donau“

2010 haben sich erstmalig neun Städte und Gemeinden entlang der jungen Donau, darunter auch Fridingen, zu einem Gedankenaustausch über die Gründung eines Landschaftsparks zusammengefunden.

An dem Treffen waren auch Vertreter des Naturparks Obere Donau, der Donaubergland GmbH sowie des Klosters Beuron als Projektleiter beteiligt.

Dahinter verbirgt sich die Idee, die Zusammenarbeit von Kommunen, bei denen die Donau das bindende Lanschaftselement ist, zu vertiefen und weiter auszubauen. Mit Donaueschingen, Geisingen, Immendingen, Tuttlingen, Mühlheim, Beuron, Inzigkofen und Sigmaringen erstreckt sich diese Interessensgemeinschaft von Beginn an über drei Landkreise und zwei Regierungsbezirke.

Ein grundlegendes Ziel des „Landschaftsparks“ ist es, zukünftige Fragestellungen und Entwicklungen entlang der Donau gemeinsam zu erkennen und zu planen sowie neue Projekte und Maßnahmen zu erstellen. Auf eigenen Wunsch sind Leibertingen, Buchheim und Irndorf, drei weitere Gemeinden entlang der jungen Donau, in den Landschaftspark aufgenommen worden. So dass nunmehr zwölf Kommunen der Interessensgemeinschaft angehören.

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