Donautal-HSG mit Sorgen vor Saisonstart

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Mit dieser Mannschaft geht Trainer Mike Novakovic (links) in die neue Saison. Die HSG Fridingen/Mühlheim muss in der Staffel Nor
Mit dieser Mannschaft geht Trainer Mike Novakovic (links) in die neue Saison. Die HSG Fridingen/Mühlheim muss in der Staffel Nord der Württembergliga antreten, trifft auf bisher unbekannte Gegner. (Foto: HSG Fridingen/Mühlheim)

Für die Handballer der HSG Fridingen/Mühlheim ist die neue Saison eine Reise ins Unbekannte. Zwar spielen die Donautäler ihre zweite Saison in der Württembergliga. Das Team von Trainer Mike Novakovic wurde nun aber in die Nordstaffel eingruppiert. „Mir gefällt das nicht“, sagt der Coach vor dem Auftakt bei der SG Schozach/Bottwartal (Samstag, 18 Uhr).

Zwar sei die Einteilung der Württemberg-Staffel allein durch die Absteiger aus der Oberliga bestimmt – und damit zufällig. Novakovic schmeckt die Umsiedelung dennoch nicht. Statt gegen bekannte Gegner anzutreten, muss sich die HSG wieder neu einstimmen. Zudem, so hat es Novakovic aus den Schilderungen von Trainerkollegen entnommen, sei die Nordgruppe unangenehmer. Vor allem wegen der Mannschaften aus dem Großraum Stuttgart. „Da fließt viel Geld“, sagt Novakovic und verweist auf den nächsten Gegner TSV Alfdorf/Lorch, der mit Adrian Pfahl einen ehemaligen deutschen Nationalspieler (61 Länderspiele) zu dieser Runde verpflichtet hat.

Deutlich mehr Sorgen als wegen der unbekannten Gegner macht sich Novakovic um seine Mannschaft. „Ich sehe die Gesundheit der Jungs gefährdet“, sagt der HSG-Coach und bemängelt den frühen Saisonstart. Der Verband müsse doch einsehen, dass es in Baden-Württemberg erst spät Ferien gebe. Wegen der urlaubsbedingten Abwesenheit seiner Spieler und einer Pause in der Vorbereitung würden ihm zwei Wochen fehlen. „Es wäre besser, wir würden Ende September anfangen. Urlaub kann man nicht verbieten. Wir spielen nur zum Spaß, sind ja keine Profis.“

Er selbst gebe sein Bestes, um die Mannschaft konditionell, taktisch und spielerisch auf einen guten Stand zu bringen. Aber gerade im Torabschluss würde man die fehlenden Trainingseinheiten bemerken.

Klassenerhalt hat Priorität

In den bisherigen Testspielen und im Verbandspokal beim TV Aixheim (28:22) habe sein Team zahlreiche gute Chancen, sowie einige Siebenmeter, vergeben. „Das waren zum Teil Kinderwürfe. Da hat die Schärfe gefehlt“, sagt Novakovic, der hofft, dass sich das Wurftraining in dieser Woche noch bis zum Saisonstart auswirkt. Normalerweise sei dafür aber kontnuierliches Training notwendig. Weil die Vorbereitung auf die neue Runde nicht optimal war, kann der Trainer von Fridingen/Mühlheim hochtrabende Sprüche aus dem Umfeld nicht hören. „Dass wir oben mitmischen, ist Quatsch. Eigentlich ist es so: Je mehr du trainierst, desto besser wirst du.“ Sein Team müsse sich von Spiel zu Spiel steigern und so schnell wie möglich konkurrenzfähig sein. „Der Klassenerhalt hat bei uns Priorität. Von allem anderen können wir nur träumen.“

Denn die Ausfälle ziehen sich in die Saison hinein. Daniel Hipp, einer der besten Spieler und Torgarant der HSG, plagt sich mit Rücken- und Schulterbeschwerden. „Er kann gar nicht richtig werfen“, meint sein Trainer, der das Rückraum-As bei 30 bis 50 Prozent seines Leistungsvermögens sieht. Zudem werden Louis Schick und Joscha Slongo urlaubs- und ausbildungsbedingt in den nächsten Wochen häufiger fehlen. Verstärkungen für den Kader gab es bei der HSG aus der eigenen Jugend.

Was den ersten Gegner betrifft, kann Novakovic noch keine Erkenntnisse liefern. „Ich weiß fast gar nichts. Wir tappen im Dunkeln.“ Vielleicht lässt sich dennoch eine Niederlage vermeiden.

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