Dem Lärmpegel auf die Pelle rücken

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Fridingens Ortsdurchfahrt: Die Bahnhofstraße steht im Mittelpunkt des Lärmaktionsplans.
Fridingens Ortsdurchfahrt: Die Bahnhofstraße steht im Mittelpunkt des Lärmaktionsplans. (Foto: Archiv- David Zapp)
Marilena Berlan

Fridingens Einwohner klagen über einen hohen Lärmpegel durch schnelle Auto- und Lkw-Fahrer. Ein Lärmaktionsplan soll dem Abhilfe schaffen. Am Montagabend tagten die Gemeinderäte über den Lärmaktionsplan für die Ortsdurchfahrt Fridingen. Als Referenten eingeladen haben sie hierfür Wolfgang Wahl von der Rapp Trans AG, der den Plan erstellen soll.

Zur Erhebung des Lärmpegels in der Ortsdurchfahrt Fridingen fand in diesem Jahr eine Straßenverkehrszählung durch das Landratsamt Tuttlingen statt. 6 106 Fahrzeuge in 24 Stunden konnten gezählt werden.

Eine Zahl, die sich in Grenzen hält, laut Fridingens Bürgermeister Stefan Weizenegger. Nach Angaben von Wolfgang Wahl sei deshalb ein Vereinfachter Lärmaktionsplan für die Gemeinde Fridingen vorgesehen. Das heißt: Es wird nur die Lärmsituation bewertet, Maßnahmen sind nicht vorgesehen. „Der Lärmaktionsplan im Vereinfachten Verfahren dient lediglich dazu, den gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen“, erklärt der Planer.

Ist der Lärmaktionsplan erstellt, sollen die Bürger Einsicht in die Unterlagen bekommen. „Im Mitteilungsplan der Gemeinde Fridingen werden die Einsichttermine veröffentlicht. Die Bürger kommen ins Bürgerbüro und haben die Möglichkeit, Stellung zu beziehen“, verspricht Hauptamtsleiter Ingo Stegmaier.

Laut Wahl werden die Anmerkungen der Einwohner gesammelt und ausgewertet. Gemeinsam mit den Verkehrsbehörden will die Verwaltung besprechen, ob Maßnahmen zur Lärmminderung (zum Beispiel das Aufstellen einer Blitzanlage) notwendig beziehungsweise rechtlich möglich sind.

Nach Angaben von Fridingens Hauptamtsleiter sollen die Ergebnisse und die daraus resultierenden Maßnahmen Ende September oder im Oktober im Gemeinderat vorgestellt und darüber diskutiert werden.

Laut des Bundesemissionsschutzgesetzes nach Vorgaben der EU sind Gemeinden, auf deren Hauptverkehrsstraßen täglich mehr als 8 200 Fahrzeuge unterwegs sind, dazu aufgerufen, sogenannte Lärmaktionspläne erstellen zu lassen. „Mit 6 106 Fahrzeug liegen wir deutlich darunter. Wir ziehen das Verfahren trotzdem durch, weil wir damit schon begonnen haben“, so Weizenegger.

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