Buchers Werke zu neuem Leben erwecken

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Christof (links) und Jeremias Heppeler starten das Projekt „Wunder Hunger“ in Fridingen.
Christof (links) und Jeremias Heppeler starten das Projekt „Wunder Hunger“ in Fridingen. (Foto: Marilena Berlan)

Die Ausstellung „Wunder Hunger“ beginnt am Mittwoch, 3. Oktober, um 19 Uhr im Museum Oberes Donautal und dauert bis 8. November an. Kartenreservierung erfolgt per Mail an wunderhunger@gmail.com oder unter Telefon 07463/ 89 41. Weitere Infos unter

wunderhunger.wordpress.com

Der 2002 verstorbene Fridinger Künstler, Hans Bucher, ist erst in späten Jahren einem größeren Publikum als Maler des Donautals bekannt geworden. Lange Jahre hielt er sich mit seinen Arbeiten vom offiziellen Kunstbetrieb fern. Ein Grund mehr für Jeremias Heppeler und seinen Vater Christof, die künstlerischen Arbeiten und das Leben Buchers in einer multimedialen Ausstellung – bestehend aus einer Lesung, Live-Hörspiel und Theaterfragmenten – aufzugreifen und aus einer anderen Perspektive wieder zum Leben zu erwecken.

„Für mich waren die Bilder Buchers schon mein ganzes Leben präsent, da meine Mutter mit ihm verwandt war. Einige seiner Werke hängen bei uns zu Hause“, erklärt Heppeler. In Gesprächen mit seinem Vater keimte schließlich die Idee auf, eine Ausstellung zu Ehren Buchers auf die Beine zu stellen.

Gesagt, getan. Eineinhalb Jahre haben der intermediale Künstler, so bezeichnet sich Heppeler, und sein Vater Christof an dem Projekt gearbeitet. Entstanden ist die Ausstellung „Wunder Hunger“. „Ich habe die alten Texte meines Vaters, die er über Hans geschrieben hat, gelesen und sortiert. Dabei ist mir das Wort „Wundhunger“ ins Auge gefallen. In einigen Diskussionen mit meinem Vater ist daraus „Wunder Hunger“ entstanden“, erklärt der gebürtige Fridinger. Damit stand der Titel der Ausstellung fest.

Heppeler hat schon mehrere Kunstprojekte auf die Beine gestellt – nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland. Aber es sei das erste Mal, dass er in seiner Heimatstadt Fridingen ausstelle, gab er gegenüber unserer Zeitung zu. „Für mich war es immer wichtig auch möglichst weit weg Ausstellungen zu machen, aber in der Heimatstadt dafür zu arbeiten.“ Das Thema „Heimat“ spielt auch in Buchers Werken eine große Rolle. Der Auseinandersetzung Buchers, mit der immer wieder kehrenden Frage „Dableiben oder weggehen?“, haben sich Heppeler und sein Vater in ihrem gemeinsamen Projekt angenommen.

Multimediale Ausstellung

Ausstellungspremiere ist am Mittwoch, 3. Oktober. Nach Angaben der beiden Organisatoren beginnt die Veranstaltung mit einer Lesung am Fridinger Schloss, die durch Filmsequenzen ergänzt und musikalisch umrahmt wird. Im Anschluss daran laufen die Zuschauer vom Schloss in Richtung „Scharf Eck“. „Unterwegs wird es diverse Interaktionen mit kurzen Texten im Fridinger Dialekt geben, um das Ganze illustrierend zu begleiten“, so Heppeler. Im „Scharf Eck“ angekommen, folgt eine Szene am Stammtisch. Dafür konnte Heppeler die beiden professionellen Schauspieler, Berthold Biesinger und Gerd Plankenhorn vom Theater Lindenhof, gewinnen. Danach darf das Publikum die ausgestellten Kunstwerke Buchers begutachten, die durch drei Filme, einem Hörspiel und verschiedenen bildnerischen Arbeiten Heppelers ergänzt werden.

„Es ist eine Ausstellung, die sich am Künstler abarbeitet und ihn fassbar macht“, sagt Heppeler abschließend.

Die Ausstellung „Wunder Hunger“ beginnt am Mittwoch, 3. Oktober, um 19 Uhr im Museum Oberes Donautal und dauert bis 8. November an. Kartenreservierung erfolgt per Mail an wunderhunger@gmail.com oder unter Telefon 07463/ 89 41. Weitere Infos unter

wunderhunger.wordpress.com

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