Auch in Fridingen lässt sich jetzt Strom „tanken“

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 Bürgermeister Stefan Waizenegger (Mitte) zeigt, wie die Betankung eines E-Autos an der neuen E-Ladesäule in Fridingen geht. Ste
Bürgermeister Stefan Waizenegger (Mitte) zeigt, wie die Betankung eines E-Autos an der neuen E-Ladesäule in Fridingen geht. Stefan Kempf (links), Leiter Kommunale Beziehungen bei der EnBW, und Stephan Einsiedler (rechts) vom ENBW-Regionalzentrum Heuberg-Bodensee schauen zu. (Foto: David Zapp)
Schwäbische Zeitung

Das Netz öffentlicher Stromtankstellen in der Region wird dichter. Am Dienstagnachmittag nahm Bürgermeister Stefan Waizenegger nahe der Festhalle eine Ladesäule der EnBW für die Stadt symbolisch in Betrieb.

Auf den beiden reservierten Parkplätzen stehen Fahrern von Elektroautos jetzt je zwei Wechselstrom-Anschlüsse vom Typ 2 mit bis zu 22 Kilowatt (kW) Leistung zur Verfügung. Ältere Fahrzeuge oder auch Zweiräder lassen sich an beiden Standorten laut Pressemitteilung zudem an zwei Schuco-Steckern mit je 3,7 kW aufladen. „Bei den neueren E-Mobilen reicht eine halbe Stunde Laden schon für bis zu 50 Kilometer Reichweite“, erläuterte Stefan Kempf, Leiter Kommunale Beziehungen bei der EnBW, die die Station geliefert hat und betreibt. Der Zugang zu den Ladepunkten erfolge am einfachsten mit der „EnBW mobility+ App“ oder mithilfe handelsüblicher RFID-Karten.

Für Fridingens Bürgermeister bedeutet die Elektromobilität auch einen Beitrag zur Energie- und Verkehrswende. „Damit daraus eine Erfolgsgeschichte werden kann, brauchen wir auch im ländlichen Raum ein leistungsfähiges, flächendeckendes Ladenetz. Wir handeln dabei auch ganz bewusst als Vorreiter.“ Der Gemeinderat hatte im Herbst 2017 für die Investition grünes Licht gegeben und den Vergabebeschluss gefasst. Auf Anraten von Stephan Einsiedler hatte die Stadt noch erfolgreich Fördermittel der Bundesregierung beantragt. „Bei der Wahl des Standorts für die Ladesäule schien uns die Nähe zur Festhalle und dem Sportgelände ideal“, so Waizenegger. Auch die verkehrsgünstige Lage unweit der Tuttlinger Straße habe eine Rolle gespielt.

In den letzten Monaten ist das Ladenetz im östlichen Kreisgebiet deutlich dichter geworden. Die nächsten öffentlichen Stationen finden sich in Buchheim, Mahlstetten, Mühlheim/Donau und – ebenfalls erst seit kurzem – in Bärenthal. Gut ausgebaut ist die Infrastruktur bereits entlang der B 14 zwischen Rottweil und Tuttlingen sowie in Tuttlingen selbst.

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