40 Jahre im Dienst am Nächsten

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Die Gründungsversammlung: Bereitschaftsleiter Willi Herrmann, Dieter Nickel, Bergwacht-Landesleiter Gerhard Maier, Hans Schmid u
Die Gründungsversammlung: Bereitschaftsleiter Willi Herrmann, Dieter Nickel, Bergwacht-Landesleiter Gerhard Maier, Hans Schmid u (Foto: DRK-Bergwachtsbereitschaft)

Fridingen (pm) - Vor 40 Jahren ist die DRK-Bergwachtbereitschaft Donau-Heuberg gegründet worden. Aus diesem Anlass trafen sich ehemalige Gründungsmitglieder und die Aktiven am Wochende zu einem kleinen Sommerfest, um gemeinsam die vergangenen Jahre Revue passieren zu lassen.

Anlass zur Gründung war 1975 der damals rasch zunehmende Skibetrieb im Kreis Tuttlingen. Es galt bei Unfällen auf der Piste oder beim Langlauf schnell helfen zu können. Um dies am besten sicher zu stellen, wurden Kontakte zum Skikreis Baar, zum DRK-Kreisverband und vor allem zum damaligen DRK-Bergwacht-Landesgeschäftsführer Franz Zeiger in Stuttgart hergestellt. So sollten die Voraussetzungen für eine solche Spezialtruppe ermittelt werden. Nach einer Demonstrationsübung im Januar 1975 am Skihang in Fridingen wurde der Grundstock für die heutige DRK-Bergwachtbereitschaft Donau-Heuberg gelegt.

Am 3. März 1975 fand dann im Gasthof „Sonne“ in Fridingen im Beisein von Bergwacht-Landesleiter Gerhard Maier, Bergwacht-Landesgeschäftsführer Franz Zeiger und DRK-Kreisgeschäftsführer Erwin Lander die offizielle Gründungsversammlung statt. Willi Hermann aus Fridingen wurde als Bereitschaftsleiter gewählt und beauftragt, die erforderlichen Schritte zur Gründung einer DRK-Bergwachtbereitschaft in die Wege zu leiten.

Es war dann ein Glücksfall, als der neuen Gruppe auf Vermittlung des Bergwacht-Landesleiters Gerhard Maier eine Hütte in Ebingen als Diensthütte zum Kauf angeboten wurde. Diese wurde in Fridingen aufgestellt und am 15. August 1976 durch Pater Bucher eingeweiht. Die Bereitschaft Donau-Heuberg hatte somit ihr eigenes Domizil. Doch bereits 1977 war es dringend erforderlich, an eine Erweiterung der Diensthütte in Fridingen zu denken. Diese wurde am 13. August 1977 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Um auch auf den Loipen des Heubergs Erste Hilfe rasch zu ermöglichen, wurden 1982 sogenannte Rettungsboxen aufgestellt. 1984 wurde diese Loipenrettung mit der Indienststellung des von der Straße unabhängigen Motorschlittens mitsamt seiner Rettungseinheit wesentlich verbessert. Nun konnten die Verletzten im Gelände besser und schneller erreicht und versorgt werden.

Bereits zu Beginn der Bereitschaftstätigkeit 1975 wurde zusammen mit dem Skikreis Baar vereinbart, am Aggenhauser Hang mit dem Liftdienst zu beginnen. Dieser wurde dann nach und nach auf den ganzen Kreis Tuttlingen ausgeweitet.

Mit dem Garagenbau ging 1997 ein weiterer Wunsch in Erfüllung. Nun waren das Fahrzeug und die Rettungsgeräte an einem Platz untergebracht und daher schneller einsatzfähig. 2002 erhielt die DRK-Bergwachtbereitschaft ein neues, geländetaugliches Allrad-angetriebenes Dienstfahrzeug. Da der alte Motorschlitten zwischenzeitlich den Geist aufgegeben hatte, wurde 2013 zudem ein neues Raupenfahrzeug beschafft, das es den Mitgliedern im Sommer wie im Winter ermöglicht, jeden Punkt im Gelände schnell zu erreichen. So kann das Dienstgebiet, das den ganzen Kreis Tuttlingen umfasst, bestens betreut werden.

Aktuell folgen 20 aktive Helfer dem Bergwacht-Grundsatz

Und die zwischenzeitlich 20 aktiven Helfer wollen auch in Zukunft getreu dem Bergwacht-Grundsatz „Die Güter der Heimat zu schützen, dem Nächsten zu helfen in der Not, das ist der Bergwacht Gebot“ weiter helfen. Das wurde beim Sommerfest anlässlich des runden Geburtstags deutlich.

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