Die Zeilenkapelle ist am Montag eingehaust worden. Bis zum Wochenende soll sie aber wieder in altem Gewand erscheinen.
Die Zeilenkapelle ist am Montag eingehaust worden. Bis zum Wochenende soll sie aber wieder in altem Gewand erscheinen. (Foto: Gemeinde Emmingen-Liptingen)

Die Zeilenkapelle ist derzeit kaum wiederzuerkennen. „Sie ist in Deutschlandfarben eingehaust“, sagt Bürgermeister Joachim Löffler. Es handelt sich dabei aber nicht um ein Bekenntnis zu irgendeiner Nationalmannschaft. Vielmehr geht es den Holzwürmern an den Kragen.

„Am Montag kam die Firma und hat die Zeilenkapelle mit dieser Folie eingemantelt“, berichtet Bauleiter Martin Weißhaupt vom Geisinger Architekturbüro Kreuzer auf Nachfrage unserer Zeitung. Ebenfalls am Montag wurde demnach auch das giftige Gas in die Kapelle geleitet. Dieses dient dazu, die Kapelle vom Holzwurmbefall zu befreien.

Scheinbar befallene Figuren aus der Schenkenbergkapelle sind aber nicht in die Zeilenkapelle gebracht worden, erläutert Löffler auf Nachfrage. Denn in Absprache mit Kirchengemeinderätin Ulrike Störk habe sich herausgestellt, dass die im Gemeinderat bemängelten Wurmlöcher alt seien. „Das ist also kein aktueller Fall“, so der Bürgermeister.

„Zum Wochenende hin ist die Zeilenkapelle mit ziemlicher Sicherheit wieder freigegeben“, schildert Weißhaupt. Denn bis dahin soll das giftige Gas wieder abgesaugt sein. In der Kapelle selbst stünden derzeit Instrumente, die messen, wie stark die Konzentration des Gases ist, beschreibt er. Somit könne dann auch gemessen werden, wann die Kapelle wieder begehbar ist. Dann werden auch die schwarz-rot-goldenen Folien, die die Zeilenkapelle derzeit kleiden, wieder abgebaut sein.

Ab der kommenden Woche wird die Zeilenkapelle dann für die Restaurierungsarbeiten eingerüstet, benennt Weißhaupt das weitere Vorgehen. Begonnen wird dann mit den Dacharbeiten. Bevor es soweit ist, findet noch ein Treffen mit einigen der Restauratoren sowie Dörthe Jacobs vom Landesamt für Denkmalpflege und Christine Blessing von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz statt, so Weißhaupt. Dort werde das weitere Vorgehen abgestimmt, „sodass der Restaurator Mitte oder Ende April mit dem Dach starten kann.“

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