Diese neun Kandidaten treten bei der Gemeinderatswahl in Emmingen-Liptingen für Die Liste an: Siegfried Grieshaber (von links),
Diese neun Kandidaten treten bei der Gemeinderatswahl in Emmingen-Liptingen für Die Liste an: Siegfried Grieshaber (von links), Werner Diener, Uwe Fischer, Armin Vollmer, Mario Suske, Thomas Goes, Markus Heckmann, Andreas Zeiser-Radtke, Alexander Halle. (Foto: Die Liste)
Schwäbische Zeitung

Mit Kompetenz, Herz und Verstand möchte Die Liste für die Menschen in Emmingen-Liptingen einstehen. Unsere Redakteurin Linda Seiss hat im Gespräch mit Werner Diener und Andreas Zeiser-Radtke erfahren, wie sie es finden, dass 46 Kandidaten zur Wahl stehen, warum sie auf eine hohe Wahlbeteiligung hoffen und weshalb es schwierig war, passende Kandidaten zu finden.

Insgesamt neun Kandidaten gehen für Die Liste ins Rennen. Das sind genau so viele wie bei den Wahlen vor fünf Jahren. Sind Sie damit zufrieden?

Grundsätzlich ja, wobei wir gerne mehr Kandidaten gehabt hätten. Es war jedoch sehr schwierig, gute und kompetente Kandidaten zu motivieren.

Woran lag das Ihrer Ansicht nach?

Es war anspruchsvoll, sie zu finden. Aber wenn man die Anzahl der Kandidaten jetzt sieht, dann ist das sehr repräsentativ für die Gemeinde Emmingen-Liptingen.

Welche Ansprüche haben Sie denn an potenzielle Kandidaten gestellt?

Uns war es wichtig, dass sich die Kandidaten im Falle der Wahl auch aktiv einbringen wollen. Und auch, dass sie entsprechende Kompetenzen mitbringen, da es viele Bereiche gibt, in denen man sich als Gemeinderat bewegt. Beispielsweise sollte wirtschaftliche Kompetenz vorhanden sein, da nun von der Kameralistik auf die Dopik umgestellt wird, um nur ein Beispiel zu nennen. Und wir finden, dass wir eine super Truppe zusammen haben.

Fünf Listen mit insgesamt 46 Kandidaten stehen am 26. Mai in Emmingen-Liptingen zur Wahl: Wie finden Sie das?

Sehr gut. Ein solches Engagement in der Gemeinde ist sehr zu begrüßen. Die hohe Bewerberzahl ist ein Zeichen für eine lebendige und engagierte Gemeinde, an deren Entwicklung die Bürger teilhaben wollen. In Emmingen- Liptingen „wohnt“ man nicht nur, man „lebt“ dort und will die Zukunft gemeinsam mitgestalten. Der Wähler hat dadurch eine große Wahlmöglichkeit. Das hätten sicherlich viele andere Gemeinden gerne auch so.

In diesem Jahr treten gleich zwei neue Listen an. Wie gehen Sie mit der Konkurrenzsituation um? Sehen Sie das als Zeichen der Bürger, dass viele mit der Arbeit des Gemeinderats nicht ganz zufrieden sind?

Im Grunde genommen ist es ja nur eine echte neue Liste, da sich die Liste für Bürgernähe und Transparenz eher als Fortführung der ehemaligen Liste von Otto Schoch versteht.

Die Liste Gemeinsam für Emmingen-Liptingen möchte vermutlich auch zeigen, dass Frauen in Emmingen-Liptingen vielleicht mehr bieten können als nur „initiativ“ zu sein.

Letztendlich ist es weniger eine Konkurrenzsituation verschiedener Listen, sondern ein demokratischer Wettbewerb von Personen, dem sich unsere Kandidaten mit ihren Fähigkeiten, Konzepten und Ideen sehr gerne stellen.

Wir hoffen und appellieren auf eine hohe Wahlbeteiligung, um auch ein repräsentatives Ergebnis aus beiden Ortsteilen in der Zusammenstellung des Gemeinderats zu erhalten.

Mit Mario Suske (Jahrgang 1999) stellen Sie den jüngsten Kandidaten. Wie konnten Sie ihn für Die Liste gewinnen und warum will er sich kommunalpolitisch engagieren?

Über seine Mitarbeit freuen wir uns alle ganz besonders. Er ist politisch vielseitig interessiert und möchte die künftige Entwicklung in Emmingen konstruktiv mitgestalten. Als Handwerker würde er sicherlich die technische Kompetenz und den bautechnischen Sachverstand im Gemeinderat verstärken. Das ist für eine bauaktive Gemeinde wie Emmingen-Liptingen sehr wichtig.

Die Liste ist derzeit mit vier Sitzen im Gemeinderat vertreten. Neshat Gashi und Roger Schöpf treten allerdings nicht mehr an – woran liegt's?

Hier stehen berufliche Gründe, insbesondere hohe Reisetätigkeiten im Vordergrund. Mit beiden Kollegen gibt es nach wie vor eine konstruktive und freundschaftliche Zusammenarbeit. Beide stehen für Die Liste weiter als Ratgeber und Sparringspartner zur Verfügung, dafür danken wir den beiden.

Was ist Ihr Ziel, wie viele Kandidaten von Die Liste wollen Sie im neuen Gremium wiedersehen?

Möglichst viele. Die Listenzugehörigkeit ist jedoch weniger wichtig als ein hoher Anteil von sachlichen und kompetenten Mitgliedern, unabhängig vom Geschlecht.

Für was steht Die Liste ein, was wollen Sie in der nächsten Legislaturperiode im Gemeinderat erreichen?

Sachliche und kompetente Diskussionen und Entscheidungen, um diese dann auch gemeinsam ohne Hindernisse konsequent realisieren zu können. Die ärztliche Versorgung beider Ortsteile, die Entwicklung der örtlichen Infrastruktur, und die wirtschaftliche Förderung der Gemeinde stehen bei uns besonders im Fokus.

Was sind Ihrer Meinung nach die drei maßgeblichen Errungenschaften in Emmingen-Liptingen, die in der noch laufenden Legislaturperiode auf Die Liste zurückzuführen sind?

Wir haben uns zusammen mit der breiten Mehrheit des Gemeinderats für den schnellen Breitbandausbau, für den Erhalt der Werkrealschule, für den Ausbau der Kindergärten und der Einrichtung zusätzlicher U-3-Gruppen in beiden Ortsteilen eingesetzt. Ein weiterer Schwerpunkt war und ist weiterhin ein beschleunigter Ausbau von Wohn- und Industrieflächen, um nur einige zu nennen. Das war aber nur im Konsens mit einer Mehrheit des gesamten Gemeinderats möglich. Die schnelle und beherzte Umsetzung der Hochwasserschutzmaßnahmen war auch sicher ein kommunalpolitischer Kraftakt.

Warum sollten die Emminger und Liptinger Die Liste wählen?

Wir werden mit Kompetenz, Herz und Verstand für die Menschen in Emmingen- Liptingen einstehen.

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