Wenn der Strom vom Feld nebenan kommt: Hier entsteht der größte Solarpark der Region Tuttlingen

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Christoph Mangold (links) und Tim Morath von der EnBW wollen in Emmingen-Liptingen einen Solarpark aufbauen. (Foto: Linda Seiss)

Energiewende erfordert Zusammenarbeit mit Natur- und Umweltschutz

Eine Photovoltaik-Anlage wandelt Sonnenlicht in elektrische Energie um. Mit der 2017 beschlossenen Freiflächenöffnungsverordnung hat die Landesregierung die Grundlage geschaffen, dass auch Acker- und Grünflächen in „benachteiligten Gebieten“ als Standort für PV-Anlagen dienen können. Dazu zählen Gebiete, die aus verschiedenen Gründen vergleichsweise geringe landwirtschaftliche Erträge hervorbringen. Bis zum Jahr 2050 soll laut Plan der Landesregierung mehr als 80 Prozent des in Baden-Württemberg erzeugten Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen. 30 Prozent davon sollen dann durch Solarenergie gewonnen werden.

Um das Projekt „Solarpark Emmingen-Liptingen“ im Einklang mit der Natur umzusetzen, wird mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) zusammengearbeitet. Franziska Jahnke ist bei dem Vorhaben in Emmingen-Liptingen Projektleiterin. Sie sei dafür zuständig, dass auch ökologische Aspekte berücksichtigt werden, erklärt sie. Jahnke berichtet, dass das Ziel sei, eine möglichst ökologische Anlage zu gestalten. Wichtig sei es unter anderem, dass keine Barrieren für Tiere errichtet werden. So ist beispielsweise beim Errichten eines Zauns – der bei einer Beweidung der Fläche durch Schafe entstehen wird – ein Abstand zwischen Boden und Zaun von mindestens 20 Zentimetern notwendig, dass kleine Tiere wie Igel oder Feldhasen nach wie vor passieren können. Durch eine entsprechende, den lokalen Gegebenheiten angepasste Bepflanzung könne aber auch die Biodiversität erhöht werden beziehungsweise neue Lebensräume entstehen. (lise)

Rund 5000 Haushalte soll die Anlage einmal versorgen. Bis sie steht, vergehen noch Jahre. Warum der Bau einer solchen Anlage nicht so einfach ist.

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Energiewende erfordert Zusammenarbeit mit Natur- und Umweltschutz

Eine Photovoltaik-Anlage wandelt Sonnenlicht in elektrische Energie um. Mit der 2017 beschlossenen Freiflächenöffnungsverordnung hat die Landesregierung die Grundlage geschaffen, dass auch Acker- und Grünflächen in „benachteiligten Gebieten“ als Standort für PV-Anlagen dienen können. Dazu zählen Gebiete, die aus verschiedenen Gründen vergleichsweise geringe landwirtschaftliche Erträge hervorbringen. Bis zum Jahr 2050 soll laut Plan der Landesregierung mehr als 80 Prozent des in Baden-Württemberg erzeugten Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen. 30 Prozent davon sollen dann durch Solarenergie gewonnen werden.

Um das Projekt „Solarpark Emmingen-Liptingen“ im Einklang mit der Natur umzusetzen, wird mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) zusammengearbeitet. Franziska Jahnke ist bei dem Vorhaben in Emmingen-Liptingen Projektleiterin. Sie sei dafür zuständig, dass auch ökologische Aspekte berücksichtigt werden, erklärt sie. Jahnke berichtet, dass das Ziel sei, eine möglichst ökologische Anlage zu gestalten. Wichtig sei es unter anderem, dass keine Barrieren für Tiere errichtet werden. So ist beispielsweise beim Errichten eines Zauns – der bei einer Beweidung der Fläche durch Schafe entstehen wird – ein Abstand zwischen Boden und Zaun von mindestens 20 Zentimetern notwendig, dass kleine Tiere wie Igel oder Feldhasen nach wie vor passieren können. Durch eine entsprechende, den lokalen Gegebenheiten angepasste Bepflanzung könne aber auch die Biodiversität erhöht werden beziehungsweise neue Lebensräume entstehen. (lise)

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