Der Seniorenkreis Emmingen und der Seniorentreff Liptingen/Heudorf besuchen die Maiandacht in der St. Sylvester Kapelle in Gol
Der Seniorenkreis Emmingen und der Seniorentreff Liptingen/Heudorf besuchen die Maiandacht in der St. Sylvester Kapelle in Goldbach. (Foto: Daus)

Zur diesjährigen Maiandacht haben rund 110 Senioren des Seniorenkreis Emmingen und des Seniorentreffs Liptingen/Heudorf die St. Sylvester Kapelle in Goldbach besucht. Dies ist eine kleine vorromanische Kirche mit bedeutenden Wandmalereien aus der Karolingerzeit.

Mit diesem Wissen konnte die gute Seele der Silvesterkapelle, der ehemalige Stadtbaumeister Wolfgang Woerner (91 Jahre), erzählen, bevor Pfarrer Ewald Billharz eine festliche Maiandacht zelebrierte.

Die Goldbacher Kapelle, zwischen 842 und 849 erbaut, ist als eine der ältesten Kirchen rund um den See ein geschichtsträchtiges Kleinod, ebenso wertvoll wie empfindlich. Hüter dieses historischen Schatzes ist inzwischen seit mehr als 35 Jahren der Goldbacher Architekt und ehemalige Stadtbaumeister Wolfgang Woerner, der beste einheimische Kenner des kleinen Gotteshauses, zwar 91 Jahre alt, doch nach wie vor bietet er die einzigen Führungen durch die Kapelle an. Er mache das nur auf Voranmeldung für kleine Gruppen, sagte er, „denn da kommen im Jahr derzeit etwa zehn bis zwölf Führungen zusammen“. Vielmehr sollten es aus seiner Sicht auch nicht werden. „Das gefährdet die Fresken und das empfindliche Mauerwerk.“ Die Reste der Bilder und Bemalungen auf den Wänden, die ältesten stammen aus dem 9. Jahrhundert, waren Mitte der 1990er Jahre soweit als möglich restauriert und erst in den vergangenen zehn Jahren noch einmal neu interpretiert worden. Ein Gottesdienst pro Woche schade sicher nicht, weiß Woerner zu berichten.

Empfindsames Gebäude

Als echter Goldbacher kennt Woerner die Kapelle schon von Kindesbeinen an und auch deren Empfindlichkeit. Vom neuen Uferpark ist der ehemalige Stadtbaumeister, der von 1972 bis 1992 über Wohl und Wehe der Kommune wachte, nach wie vor begeistert.

Nach soviel Historie und fachliches Wissen zelebrierte Pfarrer Ewald Billharz die Maiandacht mit einer anschaulichen Predigt. Pfarrer Billharz nimmt sich jedes Jahr die Zeit, eine solche Maiandacht zu zelebrieren und wird, so Kurt Breinlinger, das auch im nächsten Jahr fortsetzen.

Nach soviel Kunst und Kirche ging es durch die Straßenbauarbeiten auf Umwegen nach Taisersdorf in das Gasthaus Schwanen und dann wieder zurück nach Heudorf und Liptingen.

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