Motocross-Fahrer liefern sich ein Rennen.
Motocross-Fahrer liefern sich ein Rennen. (Foto: Walter Sautter)
Walter Sautter

Das Gelände um den Buhlenhof ist über das Pfingstwochenende fest in der Hand der Motocross-Spezialisten gewesen. Von der rund 1,7 Kilometer langen Rennstrecke war der Sound der Cross-Maschinen unüberhörbar. Und auf den Wiesen war das Fahrerlager mit Wohn- und Werkstattwagen unübersehbar.

Der Motorsportclub Emmingen-Liptingen (MSCEL) hat am Samstag zu den Rennen um den MX-Jugend-Cup und am Sonntag zum MX-Clubrennen eingeladen. Rund 130 Teilnehmer starteten in den Wertungsläufen der Rennserie um den Jugendcup, einer von insgesamt sechs Veranstaltungen. Kriterien für die Einteilung in neun verschiedene Klassen waren Alter und Erfahrung der Piloten – es wird zwischen Hobbyfahrern und Experten unterschieden – sowie der Hubraum der Maschinen. Und: Motocross ist trotz aller Härte keine reine Männerdomäne (mehr). Damen sind mit dabei, werden aber gesondert gewertet.

Mit 41 Startern war die Offene Klasse für über 21-Jährige am stärksten besetzt. Die Gastgeber stellten rund ein Fünftel der Starter. Rennleiter Tobias Pichler hatte mehr als zwei Dutzend Helfer im Einsatz, um Rennen und Wirtschaftsbetrieb reibungslos durchzuziehen. Vorsitzender Fritz Schmitz kümmerte sich vor allem um den Start. Und mit Blick auf ein laufendes Rennen war er absolut zufrieden.

Es sei doch „a super Veranstaltung“ geworden mit einem „internationalen Teilnehmerfeld“. Neben den Teilnehmern aus ganz Baden-Württemberg waren auch Schweizer und Österreicher dabei. Wer trotz aller Unwetterwarnungen „sich getraut“ habe zu kommen, habe jetzt richtig „schönen Spaß“, so Schmitz. Die Strecke hat sich eben wieder einmal ihre gute Benotung mit durchgehend fünf Sternen – auch für „Spaßfaktor“ und „Allgemeine Stimmung“ locker verdient.

Am Samstag war der Humus - so war die Strecke beschaffen - quasi pulverförmig: Es wurde kräftig Staub aufgewirbelt. Wer vorneweg fuhr, war fein heraus und hatte den nötigen Durchblick. Dieser kam sogar den Zuschauern gelegentlich abhanden. Bei ständig drehendem Wind war es schwierig, der Staubwolke auszuweichen. Für den Sonntag sollte das andere Extrem kommen: Regen. Am Vormittag gab es ziemlich viel Nass von oben. Die Jüngsten konnten nicht starten.

Und der Humus am Buhlenhof entpuppte sich als ziemlich lehmhaltig. Er verklebte das Reifenprofil. Es war „dermaßen schlammig, die Strecke war nicht zu bewältigen“, stellte Fritz Schmitz fest. Der erste Lauf der Damen musste auch abgeblasen werden. „Nur d’ Àriane – die Tochter des Vorsitzenden - ist durchgekommen“, erzählte ein Streckenposten.

Entgegen vieler Prognosen wurde es doch noch sonnig. Der Untergrund war wieder griffig und irgendwann staubte es sogar ein bisschen. Die „Flugschau“ mit den drei - für Fahrer und Zaungäste spektakulären - Sprüngen konnte durchgezogen werden. „Völlig losgelöst von der Erde“ schienen manche der Fahrer.

Und weil es so schön war, gab es beim sonntäglichen Club-Rennen sogar einen zusätzlichen dritten Lauf, „obwohl alle schon ziemlich g’schafft sind“, sagte Vorsitzender Fritz Schmitz. Er war mit dem unfallfreien Sonntag zufrieden. Am Samstag indes waren die DRK-Bereitschaften Emmingen und Liptingen bei letztendlich glimpflich ausgegangenen Stürzen gefordert.

Weitere Eindrücke vom Motocross in Emmingen finden sie in einer Online-Bildergalerie unter schaebische.de

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