Im Raum der Bärengruppe zeigt das Thermometer 22,2 Grad an. Damit diese Temperatur auch im Winter erreicht wird, werden in Kürz
Im Raum der Bärengruppe zeigt das Thermometer 22,2 Grad an. Damit diese Temperatur auch im Winter erreicht wird, werden in Kürze drei Infrarotheizstrahler installiert sowie die Fenster abgedichtet. (Foto: Linda Seiss)
Linda Seiss

Bereits seit Jahren ist man vonseiten der Gemeinde dabei zu prüfen, warum die Gruppenräume und das Leitungsbüro im Kindergarten St. Silvester in Emmingen-Liptingen im Winter nicht richtig warm werden (wir berichteten). Eine Übergangslösung soll nun helfen. Hauptamtsleiter Patrick Allweiler stellte diese am Donnerstag in der Sitzung des Technischen Ausschusses vor.

„Ich denke, die Beschwerden haben alle Gemeinderatsmitglieder mitbekommen“, stellte Gemeinderat Richard Gnirß (UWG), der Bürgermeister Joachim Löffler vertrat, fest. In einem ersten Schritt sollen noch vor dem Winter die Fenster richtig eingestellt und abgedichtet werden, erklärte er. Außerdem werden drei Infrarotheizstrahler installiert. „Wir versuchen es jetzt erst einmal mit drei Platten“, schilderte Allweiler.

Sollten die Räume dennoch nicht warm werden, so besteht die Möglichkeit, noch zwei weitere Strahler zu beschaffen. Denn in der vom Fachmann vorgeschlagenen Komplettlösung seien fünf Heizelemente vorgesehen, führte Allweiler aus. Die Maßnahmen sind bereits veranlasst, so der Hauptamtsleiter weiter.

Kostenpunkt liegt im mittleren vierstelligen Bereich

Die Variante mit drei Platten sei für die Gemeinde etwa 1000 Euro günstiger als die vorgeschlagene Komplettlösung mit fünf Heizelementen, schätzte Allweiler. Die große Variante ist mit 6700 Euro veranschlagt.

„Das Problem ist zu vielschichtig für eine schnelle Lösung“, erklärte der Hauptamtsleiter weiter. Deshalb soll in einem zweiten Schritt dann ein Architekt ins Boot geholt werden. Im Gremium war von einer „unendlichen Geschichte“ die Rede. Für Ärger sorgte, dass bei einer Neubaumaßnahme im Kindergarten bereits mit einem Architektenbüro zusammengearbeitet wurde. „Ich hätte mir gewünscht, dann gleich beides in einem zu machen“, lautete eine Meinung dazu. Weil auch schon einiges an Geld investiert wurde, äußerte Gemeinderätin Angelika Störk (Frauen Initiativ) Bedenken. „Was, wenn sich nachher herausstellt, dass es wieder nicht das Problem ist?“

Dem Ursprung des Problems nun endgültig auf der Spur

Allweiler beruhigte: „Bisher sind wir davon ausgegangen, dass die Heizung das grundlegende Problem ist. Durch die Untersuchung zeigte sich aber, dass die Gebäudehülle das Problem ist. Nun sind wir wirklich auf der Spur, woran es liegt“, erklärte er daraufhin. Die Isolierung von Dach und Fenster sei nur mit einem Architekten möglich. Und auf die Schnelle seien die Abdichtarbeiten an den Fenstern, die den Luftzug unterbinden in Kombination mit den Heizplatten eine gute Lösung, sagte er. Aus dem Gremium kam dann die Bitte auf, bei den weiteren Maßnahmen einen Energieberater des Landratsamtes hinzuzuziehen.

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