Der neue und alte Schultes, Joachim Löffler, freute sich mit seiner Frau Margit und Sohn Kevin über den Wahlsieg.
Der neue und alte Schultes, Joachim Löffler, freute sich mit seiner Frau Margit und Sohn Kevin über den Wahlsieg. (Foto: csa)
Schwäbische Zeitung
Cordula Sailer

Joachim Löffler bleibt Bürgermeister von Emmingen-Liptingen. „Wir haben einen neuen Bürgermeister, der es die letzten drei Mal auch schon war“, verkündete Ralf Bonacker, der Vorsitzende des Wahlausschusses, das Ergebnis am Sonntag um kurz nach 19Uhr vor der Liptinger Grundschule.

Löffler erhielt 57,6 Prozentder abgegebenen Stimmen. Wahlberechtigt waren 3750 Bürger der Doppelgemeinde. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,1 Prozent. „Glauben Sie mir, die letzte Stunde war furchtbar“, sagte Löffler bei seiner Ansprache an die zahlreich erschienenen Bürger. Mit großer Spannung hatte der Schultes auf das Ergebnis gewartet. Er bedankte sich bei den Wählern, denn fast 60 Prozent Wahlbeteiligung seien keine Selbstverständlichkeit.

Auch seinen Mitbewerbern um das Bürgermeisteramt sprach Löffler seinen Dank aus. „Es ist sicher das Salz in der Suppe, dass nicht nur ein Kandidat, sondern mehrere antreten“, so der Bürgermeister. Es sei ein fairer Wahlkampf gewesen.

Für Joachim Löffler beginnt Mitte September die vierte Amtszeit. Der 56-Jährige ist Diplom-Verwaltungswirt (FH), und begleitet die Gemeinde bereits seit 24 Jahren als Bürgermeister. Zwar konnte er bei der Wahl 2008 mehr als 80 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, aber Löffler zeigt sich dennoch zufrieden mit seinem Ergebnis. Das letzte Mal seien die Gegner nicht so stark gewesen, erklärte Löffler auf Nachfrage unserer Zeitung. Auch seien keine Einheimischen – wie diesmal Arndt Störk – dabei gewesen.

Störk selbst nannte seinen Stimmenanteil von 14,1 Prozent am Sonntagabend „enttäuschend“. Dennoch sei er froh, kandidiert zu haben. „Das war mit Sicherheit eine Erfahrung“, so Störk, der am Wahltag seinen 47. Geburtstag feierte. Und den ließ er sich auch nicht vermiesen. „Wir gehen jetzt feiern“, sagte er nach der Ergebnisbekanntgabe. Für Alexander Weiß aus Tuttlingen hatten 578Bürger (26,3 Prozent) gestimmt. „Natürlich ist man enttäuscht, wenn man eine Wahl nicht gewinnt“, sagte Weiß. Dennoch wolle er sich bei allen bedanken, die ihn unterstützt haben. Ob er sich in Zukunft noch einmal kommunalpolitisch engagiert, wolle er derzeit noch offen lassen. 2014 hatte Weiß bereits für das Schultesamt in Renquishausen kandidiert, Anfang des Jahres gehörte er zu den Bewerbern um den Posten in Scheer im Landkreis Sigmaringen.

Michael König war der vierte Kandidat um das Bürgermeisteramt. Der Bundesvorsitzende der „Nein-Idee“-Partei erhielt nur 1,3 Prozent der Stimmen. Dem 45-Jährigen ging es auch nicht darum, die Wahl zu gewinnen. Seine Partei wolle den Wählern eine „Nein“-Option bieten, falls sie keinen der aufgestellten Kandidaten wählen möchten, wie König im Vorfeld der Wahl erklärte.

Im Namen der Liptinger Vereine gratulierte Kurt Breinlinger am Sonntag dem wiedergewählten Schultes. In seinen vergangenen 24Amtsjahren sei Löffler der politischen Verantwortung gegenüber der Gemeinde und deren Bürgern „mehr als gerecht geworden“.

Das am Sonntag bekanntgegebene Ergebnis ist aber erst das vorläufige Endergebnis. Bevor das amtliche Endergebnis feststeht, müssen die Wahlunterlagen noch vom Tuttlinger Landratsamt überprüft werden.

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