Illegale Altölentsorgung: Schlimmstenfalls könnten Auswirkungen bis zum Bodensee reichen

Lesedauer: 6 Min
Becken mit Ölfilm
So hat Klärwärter Helmut Gnirß das Regenüberlaufbecken II der Emminger Kläranlage vorgefunden: mit einer dicken, schwarzen Ölschicht bedeckt. (Foto: Helmut Gnirß)

Strafmaß reicht bis zu fünf Jahren Gefängnis

Beim illegalen Entsorgen von Altöl handelt es sich um eine Umweltstraftat. Das bestätigt Polizeipressesprecher Harri Frank auf Nachfrage. Allerdings sei es nicht wie im Straßenverkehr, dass bei einer gewissen Tempoüberschreitung eine gewisse, festgelegte Strafe verhängt werde. Vielmehr werde eine Einzelfallentscheidung getroffen. Das Strafmaß reiche von einer Geldstrafe bis hin zu einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren, erklärt er. „Wie hoch die Strafe dann tatsächlich ausfällt, entscheidet der Staatsanwalt beziehungsweise das Gericht“, sagt er.

Thomas Straub, der Direktor des Amtsgerichts in Tuttlingen, erklärt, dass sich das Strafmaß wohl stark daran orientieren würde, wie hoch die entstandenen Schäden sind. „Es kommt darauf an, wie gravierend die Auswirkungen sind“, erklärt Straub. Beispielsweise, ob in der Folge der Altölentsorgen ein Fischsterben stattfindet, oder gar das Trinkwasser gefährdet wird. Auch, ob der Täter vorbestraft ist, spiele eine Rolle.

Kläranlage nicht für Ölentsorgung gebaut

Im Straßenverkehr sind immer wieder kleinere Ölspuren auf der Straße zu entdecken. Jürgen Hilscher, Leiter des Wasserwirtschaftsamts beim Landratsamt Tuttlingen, spricht von sogenannten Tropfverlusten. Diese bleiben teils am Asphalt haften. Teils wird der leichte Ölfilm aber auch mit dem Regen abgespült und gelangt so auch in die Kläranlage. Einer gut funktionierenden Biologie schaden diese geringen Mengen laut Hilscher nicht. „Das wird dann in der Regel an den Klärschlamm gebunden und so auch entsorgt“, erklärt er. „Aber bei großen Mengen kommt eine Kläranlage nicht klar, dafür ist sie nicht gebaut“, stellt er klar.

100 Liter Altöl illegal entsorgt: Zwei Mal binnen einer Woche musste das Emminger Regenüberlaufbecken leer gepumpt werden.

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Strafmaß reicht bis zu fünf Jahren Gefängnis

Beim illegalen Entsorgen von Altöl handelt es sich um eine Umweltstraftat. Das bestätigt Polizeipressesprecher Harri Frank auf Nachfrage. Allerdings sei es nicht wie im Straßenverkehr, dass bei einer gewissen Tempoüberschreitung eine gewisse, festgelegte Strafe verhängt werde. Vielmehr werde eine Einzelfallentscheidung getroffen. Das Strafmaß reiche von einer Geldstrafe bis hin zu einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren, erklärt er. „Wie hoch die Strafe dann tatsächlich ausfällt, entscheidet der Staatsanwalt beziehungsweise das Gericht“, sagt er.

Thomas Straub, der Direktor des Amtsgerichts in Tuttlingen, erklärt, dass sich das Strafmaß wohl stark daran orientieren würde, wie hoch die entstandenen Schäden sind. „Es kommt darauf an, wie gravierend die Auswirkungen sind“, erklärt Straub. Beispielsweise, ob in der Folge der Altölentsorgen ein Fischsterben stattfindet, oder gar das Trinkwasser gefährdet wird. Auch, ob der Täter vorbestraft ist, spiele eine Rolle.

Kläranlage nicht für Ölentsorgung gebaut

Im Straßenverkehr sind immer wieder kleinere Ölspuren auf der Straße zu entdecken. Jürgen Hilscher, Leiter des Wasserwirtschaftsamts beim Landratsamt Tuttlingen, spricht von sogenannten Tropfverlusten. Diese bleiben teils am Asphalt haften. Teils wird der leichte Ölfilm aber auch mit dem Regen abgespült und gelangt so auch in die Kläranlage. Einer gut funktionierenden Biologie schaden diese geringen Mengen laut Hilscher nicht. „Das wird dann in der Regel an den Klärschlamm gebunden und so auch entsorgt“, erklärt er. „Aber bei großen Mengen kommt eine Kläranlage nicht klar, dafür ist sie nicht gebaut“, stellt er klar.

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