Schwäbische Zeitung

Elea Börsig und Moritz Doms von der TG Tuttlingen sind beim Weltcuprennen in Emmingen nur knapp an einem Podestplatz vorbeigefahren. Elea Börsig landete bei den Damen auf Rang 5, Moritz Doms fädelte im Finallauf ein, nachdem er als Führender ins Rennen gegangen war und schlussendlich Platz 35 belegte.

Die TG-Abteilung hatte sich für das Inline Alpin-Spektakel am Wochenende in Emmingen ins Zeug gelegt. Zum dritten Mal seit 2009 war die Gemeinde Austragungsort für ein Inline Alpinrennen. Mit einem Gefälle von durchschnittlich sieben Prozent und der zentralen Lage bot sich die Hauptstraße in Emmingen für das Ereignis an. Mehr als 1000 Zuschauer säumten die 260 Meter lange Strecke und feuerten die Sportler an.

Die Rennen begannen am Samstag mit dem Geschicklichkeitswettbewerb für die ganz kleinen Fahrer unter elf Jahren. Die jüngsten Tuttlinger waren beim Heimrennen besonders motiviert. So sprangen die ersten Saisonsiege für die siebenjährige Esther Mollard und die neunjährige Leona Amanatidis heraus. Auch Samira Weiss konnte einen weiteren Saisonerfolg feiern.

Dann starteten die Großen zu ihren Wettbewerben. Im vierten und damit vorletzten Rennen des Baden-Württemberg-Cups mit über 180 Startern ging es vor allem für die inländischen Fahrer um den Tagessieg und Punkte für die Gesamtwertung der Saison. Die vielen ausländischen Fahrer aus Tschechien, Italien, Spanien, Lettland, Slowakei, Polen, Japan und der Schweiz kämpften um den Tagessieg und machten sich mit der Strecke für das Weltcup-Finale bereits vertraut.

Bei kühlem, aber noch trockenem Wetter trumpften die Tuttlinger erneut auf. Die Lokalmatadorin Elea Börsig schaffte im ersten Durchgang die beste Laufzeit aller Teilnehmerinnen. Nach dem ersten Durchgang kam es zu einem Regenschauer. Mit Gasbrennern wurde die Strecke für den zweiten Durchgang aufwendig getrocknet. Elea Börsig blieb auch ganz vorn bei den Juniorinnen unter 21 Jahren und schaffte die zweitbeste Laufzeit des Tages. Das gleiche gelang Moritz Doms bei den Herren. Auch Aurora Hofer wusste zu überzeugen. Sie gewann die Klasse der Juniorinnen unter 18 Jahren vor ihrer Vereinskollegin Hannah Merk mit der fünftbesten Laufzeit des Tages.

Die kleinsten Fahrer machten den Auftakt zum großen Weltcup-Finale am Sonntag. Für die nicht im Weltcup startenden Kinder unter 14 Jahren gab es ein Kinderrennen. Wieder war es Leona Amanatidis, die diesmal auch im Slalom den ersten Saisonsieg errang. Aber auch ihre ältere Schwester Alisa, die Geschwister Esther und Celian Mollard, Jakob Heilemann und Samira Weiss belegten Podestplätze für die TG Tuttlingen.

Nach diesem starken Auftakt stand der Höhepunkt an: das Weltcup-Finale, bei der die Gesamtweltcupsieger Inline Alpin 2019 bei Damen und Herren gekürt wurden. Strömender Regen machte das Rennen zu einer Herausforderung für alle Fahrer.

Aus Tuttlinger Sicht begann der erste Durchgang verheißungsvoll. Elea Börsig brachte sich mit einem vierten Platz und nur einer Hundertstel beziehungsweise einer Zehntelsekunde Rückstand auf die Plätze drei und zwei in eine gute Ausgangsposition. Der bis dahin siebtplatzierte im Weltcup, Moritz Doms aus Tuttlingen, legte noch einen drauf. Mit einer halsbrecherischen Fahrt und Laufbestzeit setzte er sich sogar in Führung.

Im Finaldurchgang lief zunächst alles für ihn. Der spätere Weltcupsieger und bis dato Zweitplatzierte, Sven Ortel von der DJK Adlkofen, schied mit Torfehler in der Laufmitte aus. Moritz Doms nahm die Einladung an und fuhr einen hervorragenden zweiten Durchgang. Bis drei Tore vor dem Ende sah es sogar nach einem Sieg für den Tuttlinger aus. Doch dann passierte es. Die Vertikale kurz vor Laufende fuhr er etwas zu direkt an und fädelte im nächsten Tor ein. Das Podest war dahin.

Den Sieg bei den Herren sicherte sich damit der Winnender Maximilian Löw vor dem Spanier Marc Morera. Bei den Damen legte die sechstplatzierte Slowakin Lenka Kesela einen Traumlauf im zweiten Durchgang hin und schob sich noch bis auf den zweiten Platz vor. Elea Börsig von der TG Tuttlingen fuhr wiederum einen starken Lauf mit der viertbesten Zeit und ließ sogar die spätere Weltcupsiegerin Ann-Krystina Wanzke vom DAV Neu-Ulm im zweiten Durchgang hinter sich.

Am Ende reichte es beim Heimrennen zum fünften Platz im Emminger Weltcuprennen. Die guten elften Plätze von Manuel Wlcek bei den Herren und der zwölfte Platz bei den Damen von Luisa Merk rundeten das gelungene Rennwochenende der TG Tuttlingen ab.

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