Baustelle in der Haldenstraße in Emmingen könnte bis in drei Wochen Geschichte sein

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 Derzeit werden die Wasserleitungen in der Haldenstraße saniert. Bei einer Baustellenbesichtigung machen sich die Mitglieder des
Derzeit werden die Wasserleitungen in der Haldenstraße saniert. Bei einer Baustellenbesichtigung machen sich die Mitglieder des Technischen Ausschusses ein Bild vom derzeitigen Stand. (Foto: Fotos: Linda Seiss)
Linda Seiss

Im Hintergrund sind die Bauarbeiter noch fleißig am Werkeln, als sich der Technische Ausschuss zur Baustellenbesichtigung in der Haldenstraße am Donnerstag in Emmingen trifft. Seit einigen Wochen wird dort die Wasserleitung saniert. Und Bauleiter Jörg Sölle vom Ingenieurbüro Breinlinger aus Tuttlingen hat gute Neuigkeiten im Gepäck.

„Was den Zeitplan betrifft, sind wir sehr gut unterwegs“, teilt er den Ausschussmitgliedern mit. Inklusive der bevorstehenden Vollsperrung sollte die Maßnahme in drei Wochen beendet sein, schätzt er. Die Kosten belaufen sich auf etwa 145 000 Euro, teilt der stellvertretende Bürgermeister Richard Gnirß auf Nachfrage unserer Zeitung mit.

Räte stellen Verbesserungen der Maßnahme infrage

Doch die Frage, die dem Technischen Ausschuss unter den Nägeln brennt, ist eine andere: „Was hat sich denn jetzt wirklich verbessert?“, wollen sie wissen. Zum einen, so erläutert es Gnirß, verlaufen die Leitungen für die Wasserversorgung nun auf öffentlichem Grund. Zuvor lagen diese teils auf Privatgrundstücken in der Ludwig-Finckh-Straße.

Zum anderen sei durch die Sanierung die Wasserversorgung in der Oberen Gasse auch bei großer Wasserentnahme im Brandfall gewährleistet, so Gnirß weiter.

Notversorgung für drei Häuser entlang der Baustelle

Die Thematik wurde im Zuge eines Wasserrohrbruchs vor gut zwei Jahren bereits im Gemeinderat diskutiert, erinnert sich Gnirß. Mitunter aufgrund der hohen Kosten seien die Maßnahmen bisher aber abgelehnt und stattdessen eine Leitung der Wasserversorgung stillgelegt worden. Doch weil die Versorgungssicherheit für Trinkwasserbelange und auch für den Brandschutz, also im Falle eines Brandes in der Oberen Gasse, nicht mehr gewährleistet war, beschloss der Gemeinderat im April dieses Jahres die Umsetzung der Sanierung.

Derzeit werden drei Häuser, die sich in der Haldenstraße entlang der Baustelle befinden, über eine Notversorgung mit Schläuchen im Garten gespeist.

Im Zuge der Sanierung sei auch die Überlegung aufgekommen, die Fahrbahn zu erneuern, schildert Sölle vor Ort. Er zeigt auf die mittlerweile geteerten Stellen im unteren Bereich der Baustelle, die für die Verlegung der neuen Leitungen aufgerissen wurden. Allerdings, so schildert es der Bauleiter weiter, seien die Gehwege dann ebenfalls Thema. Doch dazu wäre es auch nötig, die Randsteine zu setzen – und das hätte letztendlich das Budget gesprengt, erklärt Gnirß.

Und als die Baustellenbesichtigung zum Ende kommt, haben auch die Bauarbeiter für diesen Tag ihre Zelte abgebaut.

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