Linda Seiss

Die „Mammutaufgabe“ schnelles Internet, die ärztliche Versorgung und auch der Hochwasserschutz werden die Gemeinde Emmingen-Liptingen auch in diesem Jahr begleiten. In seiner Rede beim Neujahrsempfang im Gemeinschaftshaus in Liptingen, zählte Bürgermeister Joachim Löffler vor etwa 50 geladenen Gästen auf, was in der Gemeinde alles ansteht.

Im Großen und Ganzen sei 2018 ein gutes Jahr für die Gemeinde gewesen, lautete Löfflers Resümee. Beispielsweise seien alle 17 Bauplätze im Bereich Rechter Brühl in Liptingen vergeben. Auch im Wohngebiet Bäckerhägle in Emmingen habe sich etwas getan: Dort wurde die Bebauungsplan-Änderung und Umlegung in Angriff genommen. „Wir rechnen derzeit damit, dass im Frühjahr mit der Erschließung weiterer Plätze begonnen wird und der Bauplatz-Verkauf nach den Ferien 2019 stattfinden kann“, sagte Löffler in seiner Rede.

Umbruch im Gewerbegebiet Hundsrücken

Doch nicht nur in den Wohngebieten, sondern auch in den Gewerbegebieten geht es voran: „Im Gewerbegebiet Hundsrücken haben wir in Bezug auf die Investitionsabsichten der Leiber Group einen großen Umbruch. Viele Flächen werden wir verkaufen und neue erschließen“, erläuterte Löffler und verwies darauf, dass die große Halle der Firma rechtzeitig zum 90-jährigen Bestehen fertiggestellt werden konnte. Im Gewerbegebiet Gehren in Liptingen ist die Fortschreibung des Flächennutzungsplans erfolgt, „sodass im ersten Halbjahr im Gemeinderat entschieden werden kann, ob und wie ein Bebauungsplan aufzustellen ist.“

Für fünf Monate war die Emminger Ortsdurchfahrt gesperrt, um den Seltenbach-Durchlass an der B 491 zu erneuern. Etwa 660 000 Euro hat die Gemeinde hier investiert. 70 Prozent davon trägt das Land mit Fördermitteln. Auch in diesem Jahr wird das Thema Hochwasserschutz wieder Thema sein, sagte Löffler.

Gleiches gilt für die „Mammutaufgabe“ schnelles Internet. Insgesamt zehn Millionen Euro nimmt die Gemeinde in die Hand, um es direkt in die Häuser zu bringen. Nachdem der Bauabschnitt I in Emmingen abgeschlossen ist und im Dezember mit dem ersten Bauabschnitt in Liptingen begonnen wurde, befindet sich auch der zweite Bauabschnitt in Emmingen in der Vorbereitung. Aber: „Leider läuft das Thema Breitband nicht mehr so gut wie am Anfang“, stellte Löffler fest. Nachdem die Fördertatbestände zum Nachteil der Gemeinden verändert wurden – auch wenn Emmingen-Liptingen, so Löffler, hier nicht betroffen sei – und auch ein immenser Verwaltungsaufwand bei der Antragsstellung heraufbeschworen werde, hofft die Verwaltung, in diesem Jahr rascher voranzukommen.

„Die ärztliche Versorgung war und ist ein Riesenthema.“ Im Frühjahr soll mit dem Bau des Arzthauses (Arztpraxis und betreute Senioren-WG) in der Mättlestraße begonnen werden. Weitere Themen, die auf der Agenda 2019 stehen, sind die Erschließung des Wohngebiets Bäckerhägle II, der Bebauungsplan Rechter Brühl sowie der Ausbau des Mühlewieswegs.

Keine Neuverschuldungen im Haushalt vorgesehen

Finanziell stehe die Gemeinde gut da, sagte Löffler. Mehr als zwei Millionen Euro seien auf dem Girokonto der Gemeinde geparkt – auch wenn das in Anbetracht der Negativzinsen nicht nur positiv zu werten sei. Im Haushalt, der am 28. Januar im Gemeinderat behandelt wird, ist keine Neuverschuldung vorgesehen. Mit einem Volumen von mehr als 21 Millionen Euro handle es sich um einen rekordverdächtigen Haushalt, griff Löffler der Sitzung vor. „Auch sind mit Ausnahme bei der Gewerbesteuer keine Steuer- oder Gebührenerhöhungen geplant.“ Bei der Gewerbesteuererhöhung handle es sich um eine minimale Steigerung von etwa drei Prozent.

„In unserer derzeit guten Lage sollte uns immer bewusst sein, dass unsere glückliche Situation, in der wir leben dürfen, und unser Wohlstand nicht durch Zufall zustande kamen, sondern insbesondere dadurch, dass viele von uns bereit waren und sind, anderen zu helfen und in Notsituationen Hand anzulegen“, schloss Löffler ab.

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