Landwirte kämpfen für Artenvielfalt

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 Vorreiter in Sachen Landwirtschaft mit dem Erhalt der Biodiversität in Einklang zu bringen: Gut Gründelbuch
Vorreiter in Sachen Landwirtschaft mit dem Erhalt der Biodiversität in Einklang zu bringen: Gut Gründelbuch (Foto: Linda Seiss)

Naturschutz kann zu Problemen bei den Fördermitteln führen

Ute Raddatz, Leiterin des Natutschutzzentrums Obere Donau, hat die Netzwerk-Arbeit des Pilotprojekts übernommen. Und sie weiß um die Probleme, die entstehen können, wenn Landwirte nicht auf die Details achten. Unter anderem gelte es zu beachten, dass selbst, wenn Maßnahmen freiwillig umgesetzt würden, Stolpersteine auf dem Weg liegen könnten, beschreibt sie. Wenn beispielsweise ein mehrjähriger Blühstreifen oder eine Stoppelbrache stehen gelassen werden, dann könnte das Sanktionen nach sich ziehen, weil die Fläche offiziell nicht bewirtschaftet wird. Und das, obwohl der Landwirt damit zum Naturschutz und zur Artenvielfalt beiträgt. Deshalb sei unter anderem der Austausch mit der Unteren Naturschutzbehörde sehr wichtig, um abzuklären, was getan werden darf, so Raddatz. Es gebe bereits weitere Betriebe, die zum Projektgebiet geworden seien.

Das Projekt zur Förderung der Artenvielfalt in der Landwirtschaft am Gut Gründelbuch wird unter anderem über die Landschaftspflegerichtlinie mit Landesmitteln aus dem Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt finanziert und wissenschaftlich begleitet. Auch die Stiftung Landesbank Baden-Württemberg wirkt beim Projekt mit. Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer sagt bei einem Besuch vor Ort, dass dieses Modellprojekt möglichst viele Nachahmer finden sollte. „Wir können unsere Hausaufgaben hier vor Ort machen.“ Dem pflichtet auch Staatssekretär Andre Baumann (Foto: Seiss) bei, der meint, dass das Gut Gründelbuch vormache, wie das Miteinander von Landwirtschaft und Naturschutz zum Erhalt des Naturerbes beitragen könne. (lise

Die Artenvielfalt schrumpft. Dem soll entgegengewirkt werden. Das Gut Gründelbuch ist ein Vorreiter. Die Biodiversität auf der landwirtschaftlich genutzten Fläche stärken – aber ohne Ertragsverluste.

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Naturschutz kann zu Problemen bei den Fördermitteln führen

Ute Raddatz, Leiterin des Natutschutzzentrums Obere Donau, hat die Netzwerk-Arbeit des Pilotprojekts übernommen. Und sie weiß um die Probleme, die entstehen können, wenn Landwirte nicht auf die Details achten. Unter anderem gelte es zu beachten, dass selbst, wenn Maßnahmen freiwillig umgesetzt würden, Stolpersteine auf dem Weg liegen könnten, beschreibt sie. Wenn beispielsweise ein mehrjähriger Blühstreifen oder eine Stoppelbrache stehen gelassen werden, dann könnte das Sanktionen nach sich ziehen, weil die Fläche offiziell nicht bewirtschaftet wird. Und das, obwohl der Landwirt damit zum Naturschutz und zur Artenvielfalt beiträgt. Deshalb sei unter anderem der Austausch mit der Unteren Naturschutzbehörde sehr wichtig, um abzuklären, was getan werden darf, so Raddatz. Es gebe bereits weitere Betriebe, die zum Projektgebiet geworden seien.

Das Projekt zur Förderung der Artenvielfalt in der Landwirtschaft am Gut Gründelbuch wird unter anderem über die Landschaftspflegerichtlinie mit Landesmitteln aus dem Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt finanziert und wissenschaftlich begleitet. Auch die Stiftung Landesbank Baden-Württemberg wirkt beim Projekt mit. Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer sagt bei einem Besuch vor Ort, dass dieses Modellprojekt möglichst viele Nachahmer finden sollte. „Wir können unsere Hausaufgaben hier vor Ort machen.“ Dem pflichtet auch Staatssekretär Andre Baumann (Foto: Seiss) bei, der meint, dass das Gut Gründelbuch vormache, wie das Miteinander von Landwirtschaft und Naturschutz zum Erhalt des Naturerbes beitragen könne. (lise

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