Ingenieur stellt künftige Trassenführung zur Großkläranlage vor

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 Mit dem Thema Abwasser setzte sich der Buchheimer Gemeinderat auseinander.
Mit dem Thema Abwasser setzte sich der Buchheimer Gemeinderat auseinander. (Foto: Jens Büttner)
Xaver Knittel

Die Gemeinde Buchheim plant, ihr Abwasser künftig der Großkläranlage in Meßkirch einzuleiten (wir berichteten). Bürgermeisterin Claudette Kölzow berichtete von zwei Änderungen in der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung, die bei der letzten Sitzung eingefordert wurden. Es geht um Haftungs- und Ersatzansprüche und die Kündigungsfrist – diese wurde von zwei auf fünf Jahre festgelegt. Karl Ader vom Ingenieurbüro Winecker aus Riedlingen stellte die geplante Trassenführung von der bestehenden Kläranlage bis zur Einleitung in einen Hauptsammler in Thalheim vor.

Nach der Erstellung eines Strukturgutachtens sollen die Abwässer aus Thalheim, Altheim und Buchheim der Kläranlage Meßkirch zugeführt werden. Für die Kleinkläranlagen in Thalheim und Buchheim wären erhebliche Investitionen erforderlich gewesen, so Ader. Er nannte hier zum Beispiel die Mikroplastik-Entfernung.

Mit einem Doppelpumpwerk von der Kläranlage Buchheim soll das Abwasser über eine über zwei Kilometer lange Druckleitung Richtung Thalheim gepumpt werden. Die restlichen zwei Kilometer fließen in einer Freispiegelleitung zum Hauptsammler nach Thalheim.

Die Trassenführung wird ausschließlich auf öffentlichen Feldwegen verlaufen. Das Planungsbüro möchte nach dem Bau der Abwasserleitung die Trasse für einen Rad- und Wanderweg von Buchheim nach Thalheim ausbauen. Dieses Vorhaben wurde vom Gemeinderat befürwortet. Ingenieur Karl Ader legte noch den Zeit- und Kostenplan vor. Er rechnet mit einer Baufrist von zwei Jahren.

Sollte der Zuschussbescheid im Frühjahr 2020 bewilligt sein, kann man die Ausschreibung des Bauvorhabens vornehmen. Ende 2022 rechnet Ader mit der Fertigstellung und Stilllegung der Kläranlagen in Buchheim und Thalheim. Die kompletten Baukosten für die Gemeinde Buchheim beziffert der Fachmann auf zwei Millionen Euro. Nach dem Strukturgutachten rechnet man mit einer Zuschussförderung von etwa 80 Prozent der Gesamtkosten.

Unter Bekanntgaben informierte die Bürgermeisterin über die künftige Betreuung der Kläranlage in Buchheim. Zum Jahresende stellt die Stadt Fridingen ihre bisherige Betreuung ein. Ab 2020 soll die Anlage von der Stadt Meßkirch betreut werden, es würden derzeit Verhandlungen geführt, hieß es im Verwaltungsvorschlag.

Am Schluss der Sitzung ging es um die Planung von Urnen und Rasengräbern auf dem Buchheimer Friedhof. Einen vorgefertigten Plan stellte die Bürgermeisterin vor, er wurde vom Gremium einstimmig befürwortet.

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