Roland Ströbele verabschiedet sich als Bürgermeister

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Für seine Verdienste für die Gemeinde Bärenthal erhielt Roland Ströbele (Mitte) des Ehrenbürgerrecht.
Für seine Verdienste für die Gemeinde Bärenthal erhielt Roland Ströbele (Mitte) des Ehrenbürgerrecht. (Foto: Yvonne Havenstein)

Es ist ein langer Abschied gewesen. Ein Abschied von einem Mann, der die kleinste Gemeinde im Landkreis Tuttlingen maßgeblich geprägt hat. Nach 31 Jahren als Bürgermeister von Bärenthal hat sich Roland Ströbele am Dienstagabend vor zahlreichen Gästen mit Rang und Namen und vielen Bärenthalern aus seinem letzten öffentlichen Amt verabschiedet. „Ich habe mich in den drei Jahrzehnten inmitten der Bürgerschaft immer pudelwohl gefühlt“, sagte er am Ende eines langen Abends und versicherte: „Und wenn Sie mich einladen, soll sich daran auch in Zukunft nichts ändern.“

Über vier Stunden hatten zuvor mehrere Wegbegleiter die Arbeit Ströbeles gewürdigt, der kurz vor seinem 68. Geburtstag auf 51 Jahre im öffentlichen Dienst, davon insgesamt 36 Jahre als Bürgermeister, zurückblicken kann: angefangen vom früheren Ministerpräsidenten Erwin Teufel, der die Laudatio hielt und für Ströbele politisch und beruflich „großartiges Vorbild“ gewesen ist, über Landrat Guido Wolf MdL und den CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder MdB bis hin zum Ehrenpräsidenten der Euro-Bärentaler, Helmut Sickmüller, und Pater Notker.

„Roland Ströbele war ein echter Volksvertreter“, sagte Erwin Teufel, der 1966 als Bürgermeister von Spaichingen auf den Absolventen aufmerksam geworden sei, als dieser die Staatsprüfung mit dem zweitbesten Examen abgeschlossen habe. Teufel holte ihn nach Spaichingen, wo der geborene Stuttgarter erst Leiter der Stadtwerke, dann des Hauptamts und schließlich Stadtkämmerer wurde – bevor er 1977 zum Bürgermeister von Fridingen und 1980 von Bärenthal gewählt wurde.

Ströbele selbst dankte seinen Wegbegleitern für die Würdigungen, staunte darüber, „was ein Mensch alles an Lob verkraften kann“ und verabschiedete sich mit den Worten: „Im Innern bleibt immer ein Stück Bürgermeister von Bärenthal haften.“

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