Statt Flug-Praxis ist Theorie angesagt

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Wenn schon fast keine Praxis möglich war, dann eben die Theorie: Sebastian Schulz demonstriert seinen Eigenbau, ein Düsenjet. Vo
Wenn schon fast keine Praxis möglich war, dann eben die Theorie: Sebastian Schulz demonstriert seinen Eigenbau, ein Düsenjet. Vo
Schwäbische Zeitung

Dem 24. Grosseglertreffen der Modellfluggruppe Aldingen hat das schlechte Wetter am Wochenende einen allerdings nur kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Auch wenn nur wenige Flugzeuge am Himmel zu sehen waren, ließen sich die Modellflug-Enthusiasten nicht unterkriegen: Zu einer erfolgreichen Praxis gehört auch eine gute Theorie.

Von unserer Mitarbeiterin   Ingrid Kohler

So blieben die meisten Piloten auf „dem Boden“ unter dem vor Regen schützendem Zelt. Der Pilotentreff auf dem Modellflugplatz zwischen Trossingen und Aldingen wurde genutzt zum Fachsimpeln, zum Erfahrungsaustausch, und auch die Geselligkeit sollte dabei nicht zu kurz kommen.

„Wäre das Wetter an beiden Tagen so gewesen wie die Stimmung hier auf dem Gelände, dann wäre nur eitel Sonnenschein gewesen“, erklärte der kommissarische Vorsitzende Walter Günter, am Sonntagnachmittag. „Es waren einige unserer Schweizer Freunde hier, manche kamen schon mehr als 15 Mal nach Aldingen, die sind aber heute morgen wieder abgereist, da eine Wetterbeständigkeit nicht abzusehen war“. Insgesamt seien höchstens sechs Maschinen aufgestiegen, die die kurze regenfreie Zeit genutzt hatten.

„Flugadler“ für die Besucher

Über Besuchermangel konnte Walter Günter dennoch nicht klagen: „Am 1. Mai waren viele Aldinger hier, und auch ein paar Wanderer sind trotz Regen bei uns vorbeigekommen – Leute die wissen, dass es bei uns immer etwas Gutes zu essen gibt“. Walter Günter und sein eingespieltes Küchenteam haben die Gäste neben selbstgebackenen Kuchen passend zum Verein mit „Flugadler“, besser bekannt unter der Bezeichnung „Hähnchen“ versorgt und einmal mehr viel Lob dafür geerntet.

„Unsere neue ferngesteuerte Ampelanlage hat an diesem Wochenende auch ihre Feuertaufe bestanden“, erklärt Günter weiter. Um einen gefahrlosen Flugbetrieb zu gewährleisten, wurden bisher die an- und abfahrenden Fahrzeuge immer manuell von zwei Streckenposten angehalten oder durchgelassen. „Die Anlage wurde von unserer Jugendgruppe unter Anleitung des neuen Jugendleiters Hubert Schulz gebaut – rund 500 Lötstellen haben die Jugendlichen gelötet“, erzählt Walter Günter. „Die neue Anlage, die durch den jeweiligen Flugleiter per Funkt betätigt werden kann, funktioniert einwandfrei.“

Wenn schon keine Praxis, dann eben eine Portion Theorie und die bekamen die Besucher unterm Pavillon von Sebastian Schulz, langjähriges Mitglied der Modellfluggruppe Aldingen. Sebastian Schulz hat sich seit einiger Zeit den Düsenjets verschrieben und neben einem kleinen superschnellen Jet auch seinen neuesten Eigenbau präsentiert.

Trotz Wetterpech zeigte sich Walter Günter zufrieden, schließlich fielen noch weitere Maifeste ins Wasser und die nächste Großveranstaltung der Aldinger Modellfluggruppe wirft ihre Schatten bereits voraus: „Wir haben schon mal gutes Sommerwetter bestellt für das Hubi-Treffen am 19. und 20. Juni hier auf dem Gelände“, sagt der Kommissarische Vorsitzende.

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