Mathe-Genies kommen aus Aldingen

Lesedauer: 4 Min
So sehen Sieger aus: Vom Aldinger Schulleiter Albert Grimm wurden Philipp Kaufmann, Florian Dewitz und Ricarda Geiger (von link (Foto: Bianka Roith)
Schwäbische Zeitung
Bianka Roith

Sie bekommen leuchtende Augen, wo andere ziemlich schnell verzweifeln: die Mathe-Genies aus Aldingen. Philipp Kaufmann, Ricarda Geiger und Florian Dewitz macht es Freude, so lange zu knobeln, bis auch die komplizierteste Textaufgabe gelöst ist.

Weil sie beim Mathematik-Wettbewerb Pangea so gut abgeschnitten haben, hat sie Schulleiter Albert Grimm beim Schulfest in Aldingen auf die Bühne gebeten, um ihnen zu gratulieren und damit sie sich im Applaus des beeindruckten Publikums sonnen konnten. Denn alle drei, die beim Fach Mathematik nicht möglichst schnell das Weite suchen, sind Aldinger Schüler.

Mit ihren Rechenkünsten schafften Ricarda Geiger und Florian Dewitz die Plätze zwei und drei beim Regionalentscheid Schwäbisch-Alb. Und Philipp Kaufmann holte in Berlin den vierten Platz beim Bundesentscheid der besten Mathematiker Deutschlands, an dem insgesamt 70 000 Schüler aus ganz Deutschland teilnahmen. Philipp Kaufmann hatte in Berlin eine schriftliche Prüfung zu absolvieren und im Wettkampf auf der Bühne fünf „ziemlich komplizierte“ Aufgaben lösen. Vier davon konnte er lösen, erzählt er mit leuchtenden Augen.

Die Vor- und die Zwischenrunde waren für das Mathe-Genie eigentlich ein Klacks. Kein Wunder bei einem IQ von 127. Die erste Vorrunde fand in Aldingen statt. Zu lösen waren 25 Aufgaben, was Philipp Kaufmann nicht allzu schwer fiel. Er war einer der 4000 Schüler deutschlandweit, die in die nächste Runde kamen. In der Zwischenrunde in Schwenningen mussten zehn Mathe-Aufgaben geknackt werden. Auch das stellte für den Aldinger Schüler keine allzu große Hürde dar. Weiter kamen drei bis vier Teilnehmer und der zehnjährige Viertklässler Philipp Kaufmann war einer von ihnen.

Und was gefällt ihm so sehr an der Mathematik? „Das sind sehr komplexe Strukturen, man muss die Aufgaben verstehen und manchmal auch ein bisschen knobeln und probieren“, sagt er. Er habe sich eigentlich schon immer fürs Rechnen interessiert, doch die Leidenschaft sei eigentlich erst durch die Pangea-Wettbewerbe gekommen. Da habe er sich näher damit beschäftigt.

Für den vierten Platz der vierten Klassenstufe bekam Philipp Kaufmann ein Geldgeschenk und die Silbermedaille verliehen. Außerdem lernte er Bundesbildungsministerin Johanna Wanka kennen. Natürlich ist er auch fasziniert von der Bundeshauptstadt. Er war mit den anderen Teilnehmern auf großer Stadtrundfahrt, vorbei an allen Sehenswürdigkeiten, und er besuchte das Technikmuseum, was ihn natürlich besonders faszinierte. Schließlich soll es später auch beruflich in diese Richtung gehen: Philipp Kaufmann möchte Astro-Physik studieren.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen