Kammerchor gibt Konzert für anspruchsvolle Zuhörer

Lesedauer: 3 Min

Der Kammerchor Ebingen trat in der evangelischen Kirche in Aldingen auf.
Der Kammerchor Ebingen trat in der evangelischen Kirche in Aldingen auf. (Foto: Siegrid Bruch)
Schwäbische Zeitung
Siegrid Bruch

Der Kammerchor Ebingen hat in der evangelischen Kirche Aldingen ein anspruchsvolles Konzert gegeben. Die Sänger trugen Werke vor, die zur liturgischen Bestimmung des Sonntags „Laetare“ gehören.

Die mehr als 30 Sängerinnen und Sänger aus dem süddeutschen Raum treffen sich als Kammerchor Ebingen seit vielen Jahren unter der Leitung von Dirigentin Brigitte Wendeberg, um ein anspruchsvolles Chorprogramm einzustudieren und in mehreren Konzerten aufzuführen. Von der reichen Erfahrung der ehemaligen Kirchenmusikdirektorin profitiert heute neben dem Kammerchor Ebingen auch das Sinfonieorchester Orchesterfreunde Albstadt, dessen Dirigentin sie seit 1990 ist.

Zu Beginn erklang aus dem Becker-Psalter das Psalmlied „Wie lieblich schön, Herr Zebaoth“ von Heinrich Schütz (1585-1672), einer Vertonung des 84. Psalms. Diesen hatte Pfarrer Ulrich Dewitz vorgetragen. Das Lied geht zurück auf Cornelius Becker mit seinen Psalmdichtungen, die zunächst auf gängige lutherische Melodien gesungen wurden. Schütz hat den Texten eine musikalische Gestalt gegeben, bei der die Melodie nach dem Vorbild des Kantionalliedes im Sopran liegt.

„Wie lieblich sind deine Wohnungen“, eine fünfstimmige Motette für gemischten Chor von Andreas Hammerschmidt (1611-1675), folgte. Die Schlichtheit des musikalischen Satzes ist hier zu hören, textlich schöpft Hammerschmidt vor allem aus der Bibel und dem Kirchenlied. Das im Programm folgende Werk von Zoltán Kodály (1882-1967), „Jesus und die Krämer“, gehört wohl zu den großartigsten des ungarischen Komponisten. Es ist eine Evangelienmotette für gemischten Chor a cappella.

Zum Abschluss erklang „Jesu, meine Freude“, die fünfstimmige Motette für gemischten Chor von Johann Sebastian Bach (1685-1750). Davor gab es von Ulrich Dewitz die Lesung aus dem achten Kapitel des Römerbriefs. Er hatte auch zu Beginn im Namen der Kirchengemeinde die Besucher begrüßt und „offene Ohren und offene Herzen“ gewünscht.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen