Im Museum wacht auch ein Steinzeit-Mensch

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Das Museum Aldingen zeigt viele Exponate, die in pädagogischen Projekten entstanden sind. Die Figur auf dem Foto stammt aus dem
Das Museum Aldingen zeigt viele Exponate, die in pädagogischen Projekten entstanden sind. Die Figur auf dem Foto stammt aus dem Projekt "Steinzeit". (Foto: Wolfgang P. Moseler)
Schwäbische Zeitung
Wolfgang P. Moseler

„Mit Kopf und Hand gemeinsam – Lernen im Museum“, in einer neuen Sonderausstellung des Museums Aldingen mit diesem Titel werden nun Exponate gezeigt, die über zehn Jahre hinweg in pädagogischen Projekten entstanden sind. Die Ausstellung wurde am Wochenende eröffnet. Die Schüler-Musik- und Chorgruppe begleitete die Eröffnung und verpackte die Museumsjahre samt Objekte in ein Lied.

Die Stuhlreihen in der alten Hengstler-Fabrik waren voll besetzt. Das Publikum: Pädagogen, Lehrer, Schulleiter, Historiker, Ausstellungsmacher, Bürgermeister und Eltern von Schülern, die irgendwann bei einer gelehrigen Exkursion des Aldinger Museums eines der jetzt hier gezeigten Exponate gebaut haben.

Die pädagogischen Angebote des Museums Aldingen gehen auf ein gemeinsames Konzept von Museum und Aldinger Schule zurück und fügen sich in das Lern- und Bildungsangebot für Jung und Alt ein.

„Das Aldinger Museum und seine Macher haben hier einen Weg beschritten, den es selbst in der Weltstadt München nicht gibt. Mit einer solchen Zusammenarbeit und Gemeinsamkeit zwischen Museum, Schule und Gemeinde, wurde ein ganz toller, einmaliger Weg beschritten“, erzählte eine ehemalige Lehrerin.

Die Laudatio von Bürgermeister Reinhardt Lindner sparte nicht mit Dank an die vielen Helfer: an das Schulzentrum Aldingen mit Konrektor Kurt Häberle, an den Museumsförderverein mit dem Vorsitzenden Karl Jung, an die Gemeinde und deren Gemeinderat und Museumsleiter Roland Heinisch mit seinem Team. „Unser Museum hat sich zum Kleinod entwickelt, und ohne könnten wir es uns nicht mehr vorstellen.“ Mit der Dauerausstellung, den Wechselausstellungen und den zahlreichen Begleitprogrammen sei ein Merkmal von hohem Niveau entstanden, das auch die jungen Menschen erreicht habe. Der pädagogische Entwicklungsprozess habe ein großes, breites Echo bei Schulen und Lehrern gefunden.

Fundstücke präpariert

An Museumsbesuche in seiner Jugendzeit könne er sich nicht mehr erinnern, verriet Konrektor Häberle. Zu Beginn der Museumspädagogik in Aldingen seien im Keller der Hengstler-Fabrik Fundstücke präpariert worden. So sei beispielsweise eine von Otto Keil auf einem Acker gefundene Pfeilspitze zum Aufhänger für eine Reise in die Steinzeit geworden. Roland Heinisch habe es mit seinen Getreuen sowie Michael Kinski und Eckhard Czarnowski geschafft, „das Museum für die Kinder und uns Lehrer interessant zu machen“.

Museumsleiter Roland Heinisch ließ nochmals die Kinderjahre des Museums vorbei ziehen. Er verwies auf einen alten Gasflammenofen im Keller. Zusammen mit Bürgermeister Lindner und durch die Hilfe der Familie Müller habe man die Museums-Räume herrichten können. Inzwischen habe die Gemeinde die alte Hengstler-Fabrik für das Museum erwerben können.

Mit einer Eigenkomposition samt Text gaben die Kinder und ihre Musiklehrerin Uschi Haas musikalisch wieder, was es im Museum für Exponate zu bestaunen gibt. Im Refrain rückten sie den Macher, Museumsleiter Roland Heinisch, ins Rampenlicht.

Die Ausstellung „ Mit Kopf und Hand gemeinsam – Lernen im Museum “ ist im Museum Aldingen noch bis zum 16. Februar 2014 an fast allen Sonn- und Feiertagen geöffnet.

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