Über 60 Großsegler gehen in die Luft

Lesedauer: 2 Min
Das Wetter hätte den Modellfliegern fast den Spaß verdorben.
Das Wetter hätte den Modellfliegern fast den Spaß verdorben. (Foto: Wolfgang Moseler)
Schwäbische Zeitung

Zwischen 60 und 70 Modellflug-Piloten haben wiederholt besorgt nach oben geschaut. Doch Petrus schien am Ende doch ein Einsehen gehabt zu haben. „Sechs Wochen kein Tropfen und wir waren kaum mit dem Aufbau fertig, als es zu regnen begann“, so Vereinsvorstand und Schriftführer.

Doch ganz so schlimm kam es dann nicht. Immerhin hatten manche Teilnehmer eine weite Fahrt hinter sich gebracht: Zürich, Winterthur, Stuttgart, Freiburg und Konstanz wiesen die Autokennzeichen aus, die zum zweitägigen Großseglertreffen nach Aldingen gekommen waren.

Der größte Segler brachte es immerhin auf stolze 8,5 Meter Spannweite und war 23 Kilo schwer. Der größte Teil der Flugmodelle, ob Segelflugzeug oder Motormaschine, sie alle waren durchschnittlich 2,5 bis 4,5 Meter breit. Meistens waren sie irgendwelchen Originalen nachempfunden und auf ein Drittel oder nur die Hälfte verkleinert worden.

Ein bis zwei Jahre Bauzeit brauchen die Bastler, bis ein solches Flugzeugmodell fertig ist, gibt Alex Rothenbacher Auskunft. Derweil sind viele Modellbauer regelrechte Universalgenies, wie sich schnell herausstellt. Physik, Materialkunde, Verarbeitung und Veränderung der Werkstoffe müssen ebenso intus sein, wie beispielsweise die Kenntnisse über Verbrennungsmotoren, Gesetzgebung und Wetterdienst.

Die Wetterlage spielt bei einem Großseglertreffen eine wichtige Rolle. Die Flugleitung verweigert die Starterlaubnis, wenn es vom Himmel runter prasselt. Die Maschinen seien zwar gegen Blitzschlag immun, jedoch seien die Bauteile gegen Nässe und Regen nicht gefeit.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen