Dringend benötigte Grundschullehrer erhalten Zeugnisse

Lesedauer: 4 Min
Die Absolventen des Seminars in Albstadt freuen sich zusammen mit ihren Ausbildern.
Die Absolventen des Seminars in Albstadt freuen sich zusammen mit ihren Ausbildern. (Foto: Fotos: privat)
Schwäbische Zeitung

Den erfolgreichen Abschluss ihres Vorbereitungsdienstes haben am Schuljahresende die Lehramtsanwärter des Staatlichen Seminars für Didaktik und Lehrerbildung in Albstadt gefeiert.

Der Direktor des Seminars, Christoph Straub, und die Pädagogiklehrbeauftragten überreichten den Referendaren die Zeugnisse ihres zweiten Staatsexamens. Seit dem 1. Februar 2017 hatten die Lehramtsanwärter an Grundschulen in den Landkreisen Zollernalb, Reutlingen, Tübingen sowie Sigmaringen unterrichtet und parallel dazu ihre schulpädagogische, fachdidaktische und schulrechtliche Ausbildung am Albstädter Lehrerseminar erhalten. Nach Auskunft der Seminarleitung sei klar, dass alle Lehramtsanwärter, die eine Stelle im Landesdienst antreten wollen, eine Anstellung bekommen werden.

Seminardirektor Straub und sein Stellvertreter Martin Schweiger ernteten für ihr Rededuett großen Applaus. Die ausgewogene Balance zwischen nachdenklichen Episoden, wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie erheiternden Impulsen wirkte inspirierend. Nach dem Abschluss des Vorbereitungsdienstes werden sich die jungen Grundschullehrkräfte nun an anderen Schulen unter veränderten Rahmenbedingungen neu orientieren müssen. Die beiden Seminarleiter veranschaulichten, an das Bild des „Kompasses“ geknüpft, zehn bedeutsame Punkte, welche für eine professionelle Arbeit in der Grundschule Orientierung gebend sein können. Der erste Punkte lautete „Mach jeweils nur eine Sache, erledige die Dinge Schritt für Schritt“. Die weiteren Punkte waren unter anderem „Lerne zuhören“, „Lerne Fragen zu stellen“ und „Unterscheide Sinn von Unsinn“. Es gehe auch darum, den „Wandel zu akzeptieren“ aber dabei auch zu erkennen, was in allem Wandel der große und kleine Mensch an Verlässlichkeit und Konstanz benötigt. „Wer lächeln kann, beißt nicht die Zähne zusammen und wer über sich selbst lächeln kann, hat dem ungesunden Übergewicht der Selbstwichtigkeit eine wohltuende Diät verordnet. Humor ist so eine Art Passwort für gelingendes Leben. Eine Lehrperson ohne Sinn für Humor wird es schwer haben in der Schule“, lautete das abschließende Plädoyer der Seminarleitung. Als Orientierungshilfe erhielten die Absolventen symbolisch einen Kompass ausgehändigt.

Direktor Straub sprach allen Ausbildern des Seminars sowie den Mentoren und Schulleitern an den Ausbildungsschulen für ihre Anstrengungen rund um die Ausbildung des beruflichen Nachwuchses seine wertschätzende Anerkennung aus.

Stellvertretend für die Absolventen des 37. Ausbildungskurses blickten die Seminarsprecherinnen Jana Sophie Abt und Lisa Kehrer auf den Vorbereitungsdienst zurück. Unter der Regie von Fachleiter Peter Winniger gelang dem Musikensemble eine kurzweilige Rhythmisierung der Examensfeier.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen