Umgehung nimmt weitere Hürde

Mit dem Bau einer Südumfahrung sollen die Einwohner von Albstadt-Lautlingen entlastet werden.
Mit dem Bau einer Südumfahrung sollen die Einwohner von Albstadt-Lautlingen entlastet werden. (Foto: Archiv: Dagmar Stuhrmann)
Schwäbische Zeitung

Der Bau einer Umgehungsstraße für den Albstädter Stadtteil Lautlingen hat eine Hürde genommen: Wie das Regierungspräsidium (RP) Tübingen am Montag mitteilte, hat die zuständige Abteilung den Antrag auf Einleitung des Planfeststellungsverfahrens gestellt. Die Planunterlagen werden nun von der Planfeststellungsbehörde auf Vollständigkeit und Plausibilität geprüft. Geplant ist laut RP, die Planfeststellungsunterlagen spätestens im Sommer 2021 öffentlich auszulegen. Dann besteht für die Öffentlichkeit auch die Möglichkeit, die Planunterlagen einzusehen und Stellung zu nehmen.

„Nach Jahrzehnten der Planung starten wir jetzt das Genehmigungsverfahren. Damit kommen wir dem Ziel, die Ortsdurchfahrt von Lautlingen zu entlasten, einen großen Schritt näher“, wird Regierungspräsident Klaus Tappeser (CDU) in einer Pressemitteilung zitiert.

Die beantragte Trasse (Variante 1G1) hat eine Länge von rund 4,4 Kilometern. Sie umfährt Lautlingen im Süden und wird über drei Anschlüsse mit dem nachgeordneten Straßennetz verknüpft. Die Trasse beinhalte zwei Abschnitte mit drei Fahrstreifen im Bereich der Steigungen und berücksichtige das geplante Gewerbegebiet „Hirnau“ der Stadt Albstadt. „Durch die ausgewogene Anordnung von Zusatzfahrstreifen in beiden Fahrtrichtungen ist ein gesichertes Überholen zur Entflechtung der langsameren und schnelleren Fahrzeuge gewährleistet“, teilt das RP mit. Dadurch werde die Verkehrssicherheit und Verkehrsqualität der Bundesstraße 463 in diesem Planungsabschnitt erhöht.

Die beantragte Trasse beginnt westlich von Lautlingen auf Höhe des Lauterbachs, wo auch die Ortsdurchfahrt der heutigen B 463 angeschlossen wird. Von dort schwenkt sie nach Süden ab und unterquert die Eisenbahnlinie Balingen-Sigmaringen südwestlich des Gewerbegebietes „Eschach“. Das Meßstetter Tal wird auf einem 330 Meter langen Viadukt gequert. Die Kreisstraße 7152 wird über die Bahn hinweg bis zur neuen Umgehung verlängert und mit einem Anschluss im Bereich des von der Stadt Albstadt geplanten Gewerbegebiets „Hirnau“ verknüpft. Auf Höhe der Wasserscheide östlich von Lautlingen erreicht die Trasse wieder die bestehende B 463.

Die Bundesstraße 463 ist eine wichtige Verkehrsachse zwischen dem östlichen Bodenseegebiet und dem mittleren Schwarzwald. Sie verbindet den Raum Balingen über Sigmaringen mit der Region Bodensee-Oberschwaben. Bis zu 24000 Kraftfahrzeugen und ein hoher Schwerverkehrsanteil belasten Lautlingen pro Tag.

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