Theaterstück zum Frauenwahlrecht: Das Publikum entscheidet über den Schluss

Lesedauer: 3 Min
 Im Stück „Anno 1918“ setzen sich die Schauspieler mit der Einführung des Frauenwahlrechts auseinander.
Im Stück „Anno 1918“ setzen sich die Schauspieler mit der Einführung des Frauenwahlrechts auseinander. (Foto: Kleinkunstbühne K3 Winterlingen)
Schwäbische Zeitung

Eintrittskarten an der Abendkasse kosten zwölf Euro. Tickets im Vorverkauf gibt es für zehn Euro bei der Winterlinger Bank, bei Schreibwaren Kluth, bei den Geschäftsstellen des Zollern-Alb-Kuriers in Balingen und Albstadt-Ebingen, beim Edeka-Markt Zick sowie unter der Telefonnummer 07577/93 19 52 und auf www.kleinkunstbuehnek3.de.

Die Winterlinger Kleinkunstbühne K3 zeigt am Samstag, 11. Mai, das Stück „Anno 1918“. Beginn der Aufführung ist um 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Die Veranstalter versprechen ein spannendes, unterhaltsames und witziges Theaterstück, bei dem die Zuschauer selbst Teil der Geschichte werden können – und von ihrem Recht Gebrauch machen, selbst mitentscheiden zu dürfen.

Am 30. November 1918 trat in Deutschland das Reichswahlgesetz mit dem allgemeinen aktiven und passiven Wahlrecht für Frauen in Kraft. Bei den ersten demokratischen Wahlen im Januar 1919 konnten Frauen und Männer erstmals wählen und gewählt werden.

„Anno 1918“ erzählt die Geschichte eines kleinen Örtchens auf der schwäbischen Alb. Die Menschen sind gebeutelt vom Krieg und frustriert ob der politischen Lage. Für die einen ist die Entscheidung zum Frauenwahlrecht der erste Schritt in die falsche Richtung. Andere wiederum sehen genau in dieser neuen Regelung eine Chance, die Dinge endlich verändern zu können. Man erhält einen Einblick in das alltägliche Leben des namenlosen Dorfes: lernt die verwitwete Wirtin kennen, die versucht, ihr Leben und die Wirtschaft selbst zu stemmen; erfährt, was in dem Ehemann vorgeht, wenn sein „Weib“ nun auch wählen möchte. Für die ledige 27-Jährige, die sich gerne von dem Joch ihres Vaters befreien würde, hat das Wahlrecht ebenso große persönliche Bedeutung wie für das Fräulein Lehrerin, die sich immer schon für Frauenrechte stark gemacht hat.

Seit Februar 2018 arbeitet eine Theatergruppe von fünf Männern und sieben Frauen unter Leitung der Theaterpädagogin Nadja Kiesewetter an der Entwicklung eines Stücks zu 100 Jahren Frauenwahlrecht. Das Ensemble im Alter zwischen 18 und 70 Jahren hat sich ausgiebig mit dem Thema auseinandergesetzt, um einen möglichst authentischen Eindruck davon zu bekommen, wie es der Bevölkerung in der Zeit um 1918/1919 ergangen sein muss. Anhand des gegebenen Wissens aus der Geschichte wurden eigene Figuren entwickelt und in einem Theaterstück verpackt. Da sich das Stück vollumfänglich um das Wahlrecht und die Entscheidungsfreiheit dreht, wird auch der Zuschauer mit einbezogen. Das Publikum hat die Wahl und darf frei entscheiden, wie das Stück ausgehen soll.

Eintrittskarten an der Abendkasse kosten zwölf Euro. Tickets im Vorverkauf gibt es für zehn Euro bei der Winterlinger Bank, bei Schreibwaren Kluth, bei den Geschäftsstellen des Zollern-Alb-Kuriers in Balingen und Albstadt-Ebingen, beim Edeka-Markt Zick sowie unter der Telefonnummer 07577/93 19 52 und auf www.kleinkunstbuehnek3.de.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen