SWEG zieht positive Jahresbilanz

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 Die Hohenzollerische Landesbahn ist 2018 mit der SWEG fusioniert. Das hat nun Einfluss.
Die Hohenzollerische Landesbahn ist 2018 mit der SWEG fusioniert. Das hat nun Einfluss. (Foto: Roland Rasemann)
Schwäbische Zeitung

Die Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG (SWEG) blickt auf ein erfolgreiches 2018 zurück: Das Jahresergebnis erreicht ein Plus von 579 000 Euro, im Gesamtkonzern von 920 000 Euro. „Die Zahlen entsprechen weitgehend der Planung“, erläutert der SWEG-Vorstandsvorsitzende Johannes Müller. Darüber informiert das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Zahlen des Geschäftsjahres 2018 berücksichtigen zum ersten Mal die Verschmelzung der Hohenzollerischen Landesbahn AG (HzL) mit der SWEG, was zu großen Veränderungen geführt hat.

Nicht nur bei den Zahlen, sondern auch in der praktischen Arbeit war das Jahr 2018 für das Unternehmen geprägt von der Verschmelzung von HzL und SWEG. „Die Fusion hat beide Partner gestärkt und war nötig, um am Markt weiterhin erfolgreich auftreten und sich für weitere verkehrliche Aufgaben qualifizieren zu können – vor allem im Schienenverkehr“, erläutert Johannes Müller. Der Busverkehr soll aber weiterhin ein bedeutendes Standbein bleiben. Die neue Unternehmensstruktur hat auch bewirkt, dass die bekannten vier Buchstaben SWEG seit 2018 nicht mehr für „Südwestdeutsche Verkehrs-Aktiengesellschaft“ stehen, sondern für „Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG“.

Erster autonom fahrender Kleinbus geht in Betrieb

Dass sich die SWEG seit Langem mit alternativen Technologien und Antriebsarten beschäftigt, zeigte sich 2018 an zwei Beispielen. Zum einen brachte das Unternehmen in Lahr den ersten autonom fahrenden Kleinbus im öffentlichen Straßenverkehr in Baden-Württemberg und zum anderen ging der erste Elektrobus an den Start.

Weitere Neuerung ist der regionale Zugbetrieb von Ulm über Heidenheim nach Aalen beziehungsweise von Ulm nach Munderkingen im Netz 12 („Ulmer Stern“), den die SWEG im Juni dieses Jahr übernommen hat. Grundsätzlich sind wir mit dem Betriebsstart sehr zufrieden“, so Tobias Harms, Technischer Vorstand der SWEG. „Nur vereinzelt kam es zu technischen Problemen und Verspätungen, die bei einer Betriebsaufnahme aber normal sind.“

Eine weitere Betriebsaufnahme im Zugbereich steht im Dezember dieses Jahr an: Zum Fahrplanwechsel startet der Betrieb im Netz 9b („Freiburger Y“). Dieses umfasst die Strecken Breisach – Riegel-Malterdingen, Bad Krozingen – Münstertal und Freiburg – Elzach. Die künftigen Elektrotriebfahrzeuge werden in der neuen Bahnbetriebswerkstatt in Offenburg gewartet, die derzeit neu errichtet und im Herbst 2019 fertiggestellt wird.

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