Polizei sucht Mann nach kuriosem Unfall mit Großaufgebot

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Der Unfall beschäftige rund 150 Einsatzkräfte.
Der Unfall beschäftige rund 150 Einsatzkräfte. (Foto: Schwarzwälder Bote)
Schwäbische Zeitung
Deutsche Presse-Agentur
Knapp 150 Einsatzkräfte waren in der Nacht auf Samstag am Einsatz beteiligt., davon etwa 30 Feuerwehrleute, 15 Kräfte vom Rettungsdienst (Ortsgruppe Meßstetten), 85 Mitglieder der Hundestaffeln (BRH Tübingen, DRK Zollernalb, DRK Reutlingen), 15 Mitglieder der Bergwacht, zwei Streifenwagen und drei Polizeibeamte.

Nach einem kuriosen Unfall zwischen Ebingen und Meßstetten am Freitagabend wird der Fahrer des Unfallautos vermisst. Eine groß angelegte Suchaktion führt nicht zum Erfolg. Die Polizei steht vor einem Rätsel. 

Neue Entwicklung: Am Samstag sei der Mann tagsüber bei sich zu Hause wieder aufgetaucht. Er habe sich nicht erklären können, wie es zu dem Unfall kam. Er sei herumgeirrt und wisse es nicht mehr, sagte ein Polizeisprecher.

Die Chronologie des Einsatzes:

22.15 Uhr: Eine Polizeistreife des Polizeireviers Albstadt findet einen verlassenen Unfallwagen hinter einer Böschung an der L 433 zwischen Ebingen und Meßstetten. Vom Fahrer fehlt jede Spur.

Im Fahrzeug deutet nichts auf Verletzungen hin, obwohl der Fahrer wahrscheinlich nicht angeschnallt war. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann mit seinem Opel von der Straße abkam und über einen Erdhügel in die Böschung stürzte.

22.30 Uhr: Der Fahrer des Fahrzeugs wurde von der Polizei ermittelt. Schnell ist klar, dass sich der Unfall kurz vor Eintreffen der Polizei ereignet haben muss. Das Handy des Unfallfahrers ist ausgeschaltet, eine Ortung nicht möglich.

Feuerwehr und DRK werden alarmiert.

 22.45 Uhr: Die Einsatzkräfte der Feuerwehr überprüfen, ob das Fahrzeug stabilisiert werden muss. Die Straße wird voll gesperrt. Die Polizei versucht weiterhin, den Fahrer zu erreichen und sucht in unmittelbarer Nähe zum Unfallort.

Gegen 23.30 Uhr: Da vom Fahrer weiterhin jede Spur fehlt, wird eine große Suchaktion eingeleitet. Die Feuerwehr Albstadt mit der Abteilung Ebingen sucht die angrenzenden Wiesen ab. Auch die Bergwacht wurde alarmiert und unterstützt bei der Suche. Die Abteilung Tailfingen der Feuerwehr wird mit einer Wärmebild-Drohne angefordert.

Der Unfall beschäftige rund 150 Einsatzkräfte.
Der Unfall beschäftige rund 150 Einsatzkräfte. (Foto: Schwarzwälder Bote)

0.00 Uhr: Auch Rettungshundestaffeln werden alarmiert. Ein Polizeihubschrauber ist aufgrund eines anderen Einsatzes nicht abkömmlich. Für die Einsatzkräfte kommen Kaffee und andere Getränke zur Stärkung.

1.00 Uhr: Die Suchaktion ist in vollem Gange. Mit der Drohne werden die Gebiete aus der Luft, zu Fuß am Boden abgesucht. Die Rettungshundestaffel des Bundesverbands der Rettungshunde und des DRK Zollernalbs sind eingetroffen und beginnen ihre Arbeit.

Ein Beamter der Polizei fährt zum Fahrer nach Hause, wo dieser jedoch nicht angetroffen wird. Auch in den örtlichen Lokalen wurde der Mann nicht gesehen.

2.00 Uhr: Da die Suche zu keinem Ergebnis führte, alarmiert die Polizei einen Hubschrauber mit Wärmebildkamera. Aufgrund der Anflugsdauer von rund einer Stunde wird am Boden weiter gesucht.

Der Unfall beschäftige rund 150 Einsatzkräfte.
Der Unfall beschäftige rund 150 Einsatzkräfte. (Foto: Schwarzwälder Bote)

3.00 Uhr: Der Hubschrauber der Polizei ist an der Unfallstelle eingetroffen. Auch aus der Luft kann der Mann nicht gefunden werden.

3.30 Uhr: Der Einsatzleiter der Polizei beendet die Suche. Für die Rettungshundestaffeln besteht aufgrund der Hanglage und der Dunkelheit akute Gefahr. Sollte sich der Mann bis in den späten Samstagmorgen nicht gemeldet haben, wird die Suche erneut aufgenommen.

4.00 Uhr: Die Straßensperrung ist aufgehoben.

9.10 Uhr: Wie ein Sprecher der Polizei mitteilt, ist der Fahrer noch nicht gefunden worden. Eine Fortführung der Suchaktion sei aber nicht geplant, da sich der Mann wahrscheinlich nicht mehr im Bereich der Unfallstelle befinde.

Knapp 150 Einsatzkräfte waren in der Nacht auf Samstag am Einsatz beteiligt., davon etwa 30 Feuerwehrleute, 15 Kräfte vom Rettungsdienst (Ortsgruppe Meßstetten), 85 Mitglieder der Hundestaffeln (BRH Tübingen, DRK Zollernalb, DRK Reutlingen), 15 Mitglieder der Bergwacht, zwei Streifenwagen und drei Polizeibeamte.
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