Nach mehr als 20 Einbrüchen: Junges Trio in Untersuchungshaft

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Handschellen liegen auf einem Tisch
Handschellen liegen auf einem Tisch. (Foto: Armin Weigel/Archiv / DPA)
Schwäbische Zeitung

Nach umfangreichen Ermittlungen haben Beamte vom Polizeirevier Hechingen Anfang des Jahres das dritte Mitglied eines mutmaßlichen Einbrechertrios festgenommen. Die beiden Anderen saßen zu der Zeit bereits in Untersuchungshaft. Es besteht der dringende Verdacht, dass die Drei an über zwanzig Einbruchsdelikten überwiegend in Hechingen, Balingen und Albstadt beteiligt gewesen sind.

Zwischen Mitte August und Mitte November häuften sich im Raum Hechingen Einbruchsdelikte in Autohäuser, Vereinsheime und Einzelhandelsgeschäfte. Im November hatten die Ermittler bereits über zwanzig Anzeigen vorliegen, die zunächst nicht miteinander in Verbindung zu bringen waren.

Erste heiße Spur

Nach einem Einbruch in eine kleine Firma in Hechingen gab es eine erste heiße Spur, die zur vorläufigen Festnahme und in der Folge zur Inhaftierung eines 21 Jahre alten Tatverdächtigen führte. Zuvor hatte eine Durchsuchung bei dem jungen Mann umfangreiches Beweismaterial zu Tage gefördert.

Die Auswertung einzelner, an verschiedenen Tatorten gesicherten Spuren wies den Ermittlern dann im Dezember den Weg zu einem möglichen Mittäter. Maßgebend war das beweiskräftige Ergebnis einer Blutspurenuntersuchung, weshalb die Staatsanwaltschaft Hechingen beim zuständigen Amtsgericht den Erlass eines Haftbefehls beantragte. Der Haftrichter folgte dem Antrag und ordnete die Untersuchungshaft gegen den geständigen 20-Jährigen an.

Das dritte, mutmaßliche Bandenmitglied rückte erst nach der Inhaftierung der beiden Anderen in den Fokus der Polizei. Gleich nach dem Jahreswechsel schloss sich auch hinter dem 22-Jährigen wegen des dringenden Verdachts des Bandendiebstahls die Gefängnistür. Bei ihren Beutezügen entwendeten die mutmaßlichen Täter neben Bargeld und anderen Dingen auch mehrere teure Autos, die sie nach Spritztouren unfallbeschädigt stehen ließen. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf mindestens 100.000 Euro.

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