Nabu informiert sich über Vogelschutz und Weideprojekt

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 Der Vorsitzende des Arbeitskreises „Harthauser Heide“, Siegbert Kissling, zeigt den Besuchen die Beweidungsflächen bei Harthaus
Der Vorsitzende des Arbeitskreises „Harthauser Heide“, Siegbert Kissling, zeigt den Besuchen die Beweidungsflächen bei Harthausen. (Foto: Karl-Otto Gauggel)
Karl-Otto Gauggel

Rund 25 Mitglieder der Nabu-Ortsgruppe Albstadt sind nach Harthausen gekommen, um sich dort über Vogelschutz und das Projekt „Harthauser Heide“ zu informieren. Los ging der Nachtmittag mit den Vogelfreunden, die im Schatten der Linden im Pfarrgarten von ihren Aktivitäten, der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“, der Auszeichnung „Lebensraum Kirchturm“ und von verschiedenen Nistkastenaktionen berichteten.

So haben die Vogelfreunde Nistkastenaktionen für Turmfalken, Schleiereulen, Stare, Mauersegler und Meisen gestartet. Auch künstliche Nisthilfen für Schwalben finden sich an verschiedenen Hausfassaden im Ort. Konrad Gauggel präsentierte auch einen neuen Schleiereulenkasten, den er speziell für die Bedürfnisse dieser Art gezimmert hatte. Georg Miller berichtete von erfolgreichen und auch missglückten Bruten von Turmfalken in der Ortsmitte. Gerhard Pfaff führte die Gruppe anschließend zu seinem Wohnhaus und zeigte den überraschten Gästen die mit 30 Schwalbennestern bestückte Fassade.

Danach widmete sich die Gruppe Thema dem Weideprojekt des Arbeitskreises „Harthauser Heide“. Der Vorsitzende Siegbert Kissling war gerade dabei, den Zaun für die rund 25 Ziegen und Schafe zu versetzen. Er erklärte die Funktion dieser extensiven Beweidung, die auch schon vom Land Baden-Württemberg mit dem Kulturlandschaftspreis ausgezeichnet wurde. Die an Naturschutzkriterien orientierte Beweidung bewirkt, dass diese etwa vier Hektar umfassende Hanglandschaft offen gehalten wird und nicht vollkommen verbuscht. Damit wird sichergestellt, dass der Lebensraum auf diesen trockenen Magerrasen für darauf angepasste Tiere und Pflanzen erhalten bleibt.

An der vom Arbeitskreis erneuerten Infotafel am Radweg Richtung Veringenstadt stellte Sigbert Kissling typische Blumen und Kräuter aus der Projektfläche vor. Auch für viele Schmetterlinge, Vögel, Eidechsen und viele selten gewordene Insekten ist dieser Lebensraum von überlebenswichtiger Bedeutung.

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