Kinder bauen beachtliche Türme aus Holz und Lego

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Benzinger Kinder haben eine schöne Ausstellung über „ihren“ Turm vorbereitet.
Benzinger Kinder haben eine schöne Ausstellung über „ihren“ Turm vorbereitet. (Foto: Susanne Grimm)
Susanne Grimm

Bei schönstem Spätsommerwetter haben sich am Wochenende zahlreiche Besucher am Wahrzeichen von Winterlingens Ortsteil Benzingen eingefunden. Wie jedes Jahr zum Tag des offenen Denkmals hat der „Förderverein Benzinger Wasserturm“ unter seinem Vorsitzenden Günter Hahn das Wasserturmfest gefeiert.

Eingebunden in dieses Fest war auch diesmal wieder eine Ausstellung im Turmstübchen des ehrwürdigen Bauwerks. Diesmal waren es die Kinder des Ortes, die die Turmstube mit ihren Kunstwerken bereicherten. Das Thema war – wie konnte es anders sein - „Der Wasserturm aus Kindersicht“. Unter Anleitung von Lehrern und Erzieherinnen hatten Kindergartenkinder und Grundschüler den einstigen Benzinger Wasserspeicher aus ihrer Sicht dargestellt.

Mit unterschiedlichen Materialien hatten die jungen Künstler den achteckigen Turm nachgebildet, so beispielsweise ist ein beachtliches Gebilde aus Legosteinen und ein anderes aus Wellpappe entstanden, vor denen die Besucher staunend standen. Aus unterschiedlichen Perspektiven haben jugendliche Fotografen das 95 Jahre alte Objekt abgelichtet, andere Kinder haben dem Turm mit Pastellfarben und einer Tupftechnik ein beeindruckend künstlerisches Aussehen gegeben. Natürlich genossen Besucher wie auch die kleinen Künstler die grandiose Rundumsicht im runden Turmzimmer, nachdem sie die 60 Stufen der steilen Wendeltreppe erstiegen hatten. So bot der Sonnenuntergang dem Betrachter ein einmaliges Bild.

Derweil bereitete sich der harte Kern des Fördervereins am Fuß des Wasserturms auf den Besucheransturm vor, briet Schnitzel und Würstchen, zapfte Hopfentee und schenkte Apfelschorle aus. Die „Uschis“, - die Ultimative-Schraddel-Initiative – hatten bereits ihre Bühne aufgebaut und warteten auf den Sonnenuntergang, um den Benzingern mit Rock, Pop und Oldies einzuheizen. Benzingen ist nicht nur für die Einheimischen ein Begriff, denn sein weithin sichtbares Wahrzeichen, der liebevoll restaurierte Wasserturm, zeigt auch Auswärtigen, dass hier der kleine Teilort von Winterlingen liegt. Um den 27 Meter hohen, vom Abriss bedrohten Turm zu erhalten, hatten 27 Benzinger Bürger vor 21 Jahren den Förderverein Wasserturm gegründet und diesen zwei Jahre später in mühevoller Kleinarbeit saniert. „Seither geben wir den Interessierten jedes Jahr am Tag des offenen Denkmals die Gelegenheit, den Turm zu besichtigen und mehr über seine Geschichte zu erfahren“, sagte Günter Hahn. Insgeheim hofften er und sein Stellvertreter Manfred Pupke, die Besucherzahlen von 2016 zu erreichen. „Das war bisher unser bestes Jahr“, sagte der Vize, während er fleißig Verzehrkarten verkaufte und akribisch die Vereinskasse hütete. „Da hatten wir zwischen 300 und 400 Besuchern, entsprechend gut war der Umsatz.“ Immerhin konnten am Samstagabend bei Einbruch der Dunkelheit schon rund 150 Gäste gezählt werden, sodass mit Fortschreiten des Open-Air-Konzerts der „Uschis“ die 200er-Grenze überschritten worden sein dürfte. Am Sonntag sorgte Alleinunterhalter Josef Ermler mit Schlagern von anno dazumal und aktuellen Titeln für Stimmung.

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