HBW kassiert dritte Niederlage im neuen Jahr

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Schwäbische Zeitung

Auch nach dem dritten Spiel im neuen Jahr steht der Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten mit leeren Händen da. Am Donnerstagabend mussten sich die Schwaben beim HC Erlangen 27:32 (13:17) geschlagen geben.

Nach einer erschreckend schwachen ersten Hälfte kam die Mannschaft von Trainer Jens Bürkle zwar wie verwandelt aus der Kabine und erkämpfte sich mehrfach die Chance auf den Ausgleich, den Turnaround schaffte sie aber nicht. Mit der vierten Niederlage in Folge sind die Gallier bis auf Platz 16 abgerutscht.

„Ich bin mit dem Spiel sehr unzufrieden, vor allem weil wir in der Anfangsphase nicht präsent waren“, war HBW-Geschäftsführer Wolfgang Strobel sauer. Mit der Anfangsphase meinte er vor allem, den Auftritt der Mannschaft bis zum 1:6. Unvorbereitete Würfe, Anspiele, die nicht ankamen und schlechtes Rückzugsverhalten führten dazu, dass Erlangen ein Musterstart auf die Platte legte und Jens Bürkle nach sechs Minuten bereits seine erste Auszeit verbraucht hatte. Die führte nur dazu, dass Vladan Lipovina die erste Zeitstrafe gegen Jonas Link zog, aber was die Balinger in der Überzahl spielten, war alles andere als souverän.

Nach dem 14:7 nach 20 Minuten war das Spiel eigentlich entschieden. Zu harmlos und statisch war der Balinger Angriff gegen eine zugegebenermaßen gut eingestellte Erlanger Abwehr und die Defensive ließ sich ein ums andere Mal düpieren. Der 17:13-Halbzeitstand war für die Balinger ziemlich schmeichelhaft.

Was sie aber zu Beginn der zweiten 30 Minuten zeigten, war eigentlich das was man von Anfang an erwartet hatte. Die Gäste kamen auf 16:17 heran. Dann gab es sogar die Chance zum Ausgleich. Aber Filip Taleski scheiterte mit einem unnötigen Heber am Erlanger Pfosten.

Sieben Minuten vor Spielende, es stand 25:23, nahm Rolf Brack für den HC Erlangen eine Auszeit. Seine Mannschaft erhöhte auf 26:23 und als die Balinger im Angriff dann auch noch den Ball vertändelten und per Tempogegenstoß das 27:23 kassierten, war das Spiel so gut wie entschieden. HBW-Coach Jens Bürkle versuchte noch zu retten, was nicht mehr zu retten war. Mit dem siebten Feldspieler ging er Risiko und forderte seine Jungs auf, aus allen Rohren zu feuern, aber denen fehlte die Sicherheit der Hinspielrunde. Es gab zwar noch Gelegenheiten, das Ding nochmals aus dem Feuer zu reißen, aber es waren zu viele Fehler und so stand am Ende eine verdiente Niederlage.

HBW: Mario Ruminsky, Vladimir Božic (TW); René Zobel, Marcel Niemeyer (3 Tore), Vladan Lipovina (3), Romas Kirveliaviius, Filip Taleski (1), Jannik Hausmann, Gregor Thomann (2), Tim Nothdurft, Benjamin Meschke (1), Oddur Grétarsson (9/3), Martin Strobel (3), Jona Schoch (5), Lukas Saueressig, Moritz Strosack. - Strafwürfe: HCE 4/2, HBW 3/3. - Zeitstrafen: HCE 3, HBW 6.

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